Verkaufsoption
Auf Kupfer-Talfahrt spekulieren

Die US-Hypothekenkrise wirkt sich jetzt auch auf den Kupfer-Markt aus. Denn das Metall wird viel im Hausbau eingesetzt.

Chile ist der weltgrößte Produzent von Kupfer. In der vergangenen Woche erschütterte ein Erdbeben das südamerikanische Land. Die Naturgewalt sorgte in der weltgrößten Kupfermine Escondida und in zahlreichen anderen Bergwerken des Landes für Strom- und Produktionsausfälle. Vor einigen Monaten hätte der Kupfermarkt auf diese Meldung vermutlich mit einem deutlichen Preissprung reagiert. Nicht so jetzt. Vielmehr fiel der Preis für eine Tonne des roten Metalls an der Londoner Metallbörse LME unter die Marke von 7 000 Dollar.

Kupfer ist das am stärksten gehandelte Industriemetall. Es wird vor allem im Hausbau für Elektro- und Sanitärinstallationen eingesetzt. In den USA erlebt die Bauwirtschaft gerade den größten Einbruch seit Anfang der Neunzigerjahre.

Die Analysten der Commerzbank rechnen damit, dass die Kupfernachfrage aus den OECD-Ländern in den nächsten Monaten deutlich zurückgehen werde. Das deute die Schwäche des OECD-Frühindikators an. Der Kupferpreis hat seit dem Hoch im Oktober rund 17 Prozent verloren. Einen noch schärferen Einbruch verhinderte bisher die starke Nachfrage aus China. Doch diese könnte wegen der strafferen Geldpolitik der Zentralbank nachlassen.

Die Kupfer-Lagerbestände an der LME stiegen seit dem Tief im Juli bereits wieder um mehr als 80 Prozent an. Die International Copper Study Group (ICSG) rechnet für 2008 mit einem Überschuss am Kupfermarkt von 528 000 Tonnen. Dafür werde die stark steigende Minenproduktion sorgen. Die ICSG prognostiziert einen Anstieg der Fördermenge um mehr als sieben Prozent.

An einer beschleunigten Talfahrt des Kupferpreises in den nächsten Monaten können spekulative Anleger mit einem Verkaufsoptionsschein verdienen.

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