Vermögensaufbau
Sparen beim Sparen

Wertpapier-Sparpläne sind ein probates Mittel der Altersvorsorge – und langfristig ergiebiger als andere Sparformen. Anleger sollten aber auch die Konditionen der Anbieter gut miteinander vergleichen.
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UnkelEs hat sich schon lange herumgesprochen, und aktuelle Zahlen belegen es: Wer sich beim Thema Altersvorsorge allein auf die staatliche Rente verlässt, macht ein schlechtes Geschäft. Während die Beiträge in den nächsten Jahren steigen werden, schrumpfen die Netto-Bezüge zusammen. Deutlich wird dies im Rentenversicherungsbericht 2013 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Das Ministerium stellt grundsätzlich fest, dass „die gesetzliche Rente zukünftig alleine nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen“. Die Autoren der Studie rechnen mit einem weiteren Absinken des Sicherungsniveaus der Rente in den kommenden Jahren. Konkret: Ruheständler, die 45 Jahre in die Rentenkasse einbezahlt haben, erhielten vor fünf Jahren noch 52 Prozent ihres durchschnittlichen Netto-Monatseinkommens vor Steuern als Rente, im laufenden Jahr ist der Wert bereits auf 47,8 Prozent gerutscht. Dieses Sicherungsniveau soll den Prognosen des Rentenversicherungsberichts zufolge bis zum Jahr 2027 weiter bis auf 45,4 Prozent sinken. Anleger sollten ihre Altersvorsorge also besser selbst in die Hand nehmen. Wer verhindern will, dass sein Lebensstandard im Alter einbricht, muss zusätzlich zur Beitragszahlung in die staatliche Rentenkasse regelmäßig Geld zur Seite legen.

Die Finanzbranche bietet hier einen ganzen Katalog an Vorsorge-Alternativen: Neben den staatlich geförderten Riester- und Rürup-Renten sind nach wie vor Dauerbrenner wie Banksparpläne und Kapital-Lebensversicherungen im Angebot. Bei letzteren liegt der Garantiezins bei gerade einmal 1,75 Prozent. Angesichts der aktuell niedrigen Zinsen bleibt nach Steuern und Inflationsabzug da ein Minus unterm Strich. Viele Anleger machen mit Kapitallebensversicherungen sogar Verlust. Denn mehr als die Hälfte der Sparer bricht die Ansparphase vorzeitig ab und zahlt unterm Strich dabei drauf.

Wer sparen und gleichzeitig flexibel bleiben will, braucht Alternativen. „Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen wollen, um den Ruhestand finanziell abzusichern, kommen an ETF-, Fonds- oder Zertifikate-Sparplänen nicht vorbei“, erklärt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung in Frankfurt. „Fünf bis acht Prozent Rendite per annum sind hier langfristig möglich. Gerade auf lange Sicht zahlt sich eine regelmäßige Investition aus. Gleichzeitig ist ein Vergleich der Preise aber wichtig. Denn schon geringe prozentuale Unterschiede machen sich langfristig deutlich bemerkbar“, so Herbst. Wichtig sei auch eine Streuung der regelmäßigen Geldanlage auf verschiedene Anlageklassen, ergänzt Andreas Beck vom Institut für Vermögensaufbau (IVA). „Wer darüber nachdenkt, langfristig Vermögen aufzubauen, sollte schon bei der Zusammenstellung des Sparplans darauf achten, dass das Kapital möglichst breit gestreut wird“, so Beck. Investmentfonds, ETFs (börsengehandelte Fonds) und Zertifikate machen es möglich, dass das selbst mit kleinen Beträgen geht.

Kommentare zu " Vermögensaufbau: Sparen beim Sparen"

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  • >>Die günstigsten Anbieter von Wertpapiersparplänen sind derzeit Online-Banken wie beispielsweise die DAB Bank, Cortal Consors oder Comdirect. Letztere bietet mit mehr als 600 Fonds, Zertifikaten und ETFs die größte Auswahl an sparplanfähigen Wertpapieren.<<

    Diese Aussage ist schlichtweg falsch.

    Weitaus günstiger und ein deutlich größeres Angebot an rabattierten Fonds, ETFs und Wertpapieren bieten freie Internet-Fondsvermittler wie Fonds4you.de oder netfonds24.de, dort können mehr als 10000 Fonds mit 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag erworben werden, mehr als 7000 sind auch als Fondssparplan erhältlich.
    Da diese genauso wie die Online-Banken der Finanzaufsicht BaFin und einer Einlagensicherung (EdW) unterliegen, ist eine Anlage dort genauso sicher wie bei einer Bank.
    Warum verschweigt man dies? Hat man Angst dass die Direktbanken keine Werbung mehr im HB schalten?
    Die Kollegen von Stiftung Warentest haben im aktuellen Heft von Finanztest mehr als 20 Internet-Fondsvermittler aufgeführt wo man kostengünstig ohne Ausgabeaufschlag Fonds und ETF kaufen kann.

  • ok, aber das ist wurscht. raub bleibt raub und bürgerkapitalvernichtung bleibt bürgerkapitalvernichtung.
    Man kanns auch versklavung nennen.

  • Kirchensteuer war schon immer auf Kapitalerträge fällig.
    Was sich nächstes Jahr ändern wird ist das das Finanzamt
    sie immer einbehällt. Vorher konnte man sie auch selber abführen.

    Somit die Kirchensteuer dadurch eine 100%-Quellensteuer wird.

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