Wachstum
Chinas Binnenmarkt macht Hoffnung

Chinas Wirtschaft schafft nach schwachen Monaten den Turnaround. Die Indikatoren deuten auf weiteres Wachstum hin. Vor allem die Entwicklung der Binnenkonjunktur macht Hoffnung auf steigende Aktien-Kurse.
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Bonn-

Anleger, die auf einen ewigen Boom chinesischer Aktienkurse gesetzt hatten, wurden im vergangenen Jahr bitter enttäuscht. So sackte beispielsweise der Hang-Seng-Index im Laufe des Jahres 2011 um rund 30 Prozent ab. Auch das laufende Jahr 2012 war zunächst nichts für schwache Nerven.

Doch seit Mitte des Jahres hellt sich die Situation auf. Und die Zeichen, die Analysten aus China vernehmen, deuten darauf hin, dass das kommende Jahr Investoren wieder Freude bereiten könnte. Denn wichtige Konjunktur-Indikatoren stimmen die China-Experten positiv. So ist beispielsweise der HSBC-Einkaufsmanagerindex im November von 49,5 auf 50,5 Punkte gestiegen.

Das klingt zunächst nicht spektakulär, aber es ist ein wichtiges Zeichen: Der Stimmungsindikator der Einkaufsmanager in der Industrie ist nämlich erstmals seit 13 Monaten wieder über die Schwelle von 50 Punkten gestiegen. Ein Wert über 50 bedeutet ein Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe und damit auch insgesamt eine Expansion der Industrie. „Anleger, die mit Hilfe von Zertifikaten von einem erneuten Aufschwung chinesischer Aktienkurse profitieren wollen, sollten die Lage genau analysieren und möglichst diversifiziert investieren“, rät Dominik Auricht von Hypo-Vereinsbank Onemarkets.

In der Tat gibt es eine ganze Reihe von China-Indexzertifikaten, die sich in den vergangenen Jahren zum Teil sehr unterschiedlich entwickelt haben. Deshalb lohnt ein genauerer Blick auf die zu erwartende Entwicklung und die dazu passende Produktauswahl.

Wenn es um die chinesische Wirtschaft geht, geht es auch immer um Politik. Denn die kommunistische Partei will in dem Riesenreich nichts dem Zufall überlassen. Das betrifft die Fiskalpolitik ebenso wie Gesetzgebung. Bei dem kürzlich erfolgten Machtwechsel in der KP-Parteispitze haben Investoren deshalb genau hingehört und aufmerksam vernommen, dass der neue KP-Chef Xi Jinping nach eigenen Aussagen nicht nur eine Politik der ruhigen Hand anstrebt, um den Aufschwung zu festigen, sondern vor allem die Ausweitung der Verbrauchs im Inland als eines der Schlüsselprojekte bezeichnete.

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