Weder Teufelzeug noch Perpetuum Mobile:
Müde Performance bei vielen Hedgefund-Zertifikaten

Seit Finanzminister Eichel mit dem Investmentmodernisierungsgesetz grünes Licht für Direktinvestments in Hedgefunds gegeben hat, schwankt die „Alternative Investment“-Szene zwischen Euphorie und Hektik. Zwar ist bislang keins der projektierten Dachfonds-Angebote endgültig fertig, dennoch bereitet die Branche sich und ihre Kunden bereits mit viel Tamtam auf die vermeintlich schöne neue Welt des Investierens vor. So neu, innovativ und revolutionär ist das Thema freilich gar nicht – über Zertifikate können Privatanleger sich schon seit Ende 2000 in Hedgefunds engagieren und die Bilanz sieht nicht wirklich rosig aus.

Zwar haben die von uns verfolgten Papiere inzwischen allesamt die Gewinnschwelle übertreten, doch die anlässlich der Emission herausposaunten Rendite-Ziele von 10 bis 15 Prozent muten in vielen Fällen immer noch wie eine Fata Morgana an. Auf Basis der Wertentwicklung seit Auflegung erfüllt erneut lediglich die Comas-Familie ihre selbstdefinierten Ansprüche. Mit 8,8 Prozent Plus im abgelaufenen Jahr liegt das „Comas Unlimited“ (ISIN DE 000 716 814 8) im Kurzfrist-Bereich zugegebenermaßen nur auf Platz fünf des Performance-Rankings. Der seit Auflegung der laufzeitbegrenzten Vorgängerprodukte anno 2000 anhaltende stabile Aufwärtstrend sowie die konstant niedrige Volatilität sind jedoch so nachhaltige Qualitätsmerkmale, dass wir unsere „Best Buy“-Empfehlung für dieses Produkt nochmals bekräftigen.

Erfreulich auch, dass die erst im Sommer eingeführten „Turbo“-Varianten schon kräftig Früchte tragen: Hier wird die Performance der 25 Hedgefunds um den Faktor 2,8 (ISIN DE 000 145 360 3) bzw. 3,7 (ISIN DE 000 145 359 5) gehebelt, was die Papiere quasi „außer Konkurrenz“ an die Spitze der Statistik katapultiert. Natürlich schlagen auch Rückgänge überproportional durch und wegen der Konstruktion als Knockout-Produkt besteht zwangsläufig ein erhöhtes Totalverlustrisiko. Das ist allerdings eher theoretischer Natur, denn dafür müsste das COMAS-Portfolio schon 17,5 bzw. 27,8 Prozent verlieren – schwer vorstellbar für eine Strategie, deren höchster Monatsverlust bislang bei 0,68 Prozent liegt. Und so sind diese „Turbos“ ausnahmsweise nichts für Zocker, sondern ein intelligentes Instrument für Anleger, die ihr Kapital möglichst effizient einsetzen möchten. Solange COMAS weiterhin durch stabile Renditen bei niedrigen Schwankungen überzeugt, ist deshalb vor allem das Papier mit dem niedrigeren Hebel sogar als Basisinvestment für den Hedgefund-Bereich uneingeschränkt geeignet.

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