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Jahresendrally bleibt wahrscheinlich

Die vergangenen Wochen waren am Dax von Kursverlusten geprägt. Historischen Daten zufolge erhöht das die Wahrscheinlichkeit für eine Jahresendrally. Wikifolio-User sehen das laut einer Umfrage genauso.
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Die meisten professionellen Trader an den Börsen basieren ihre Handlungsentscheidungen auf statistische Wahrscheinlichkeiten. Unabhängig von Unternehmensnachrichten, Analystenstudien, persönlicher Meinung oder dem Bauchgefühl wird nach Situationen gesucht, bei denen die Chancen auf eine Rendite statistisch betrachtet größer sind als die Risiken. Aus diesem Grund handeln viele Börsianer gerne „mit dem Trend“, weil die Fortsetzung einer bestimmten Entwicklungsrichtung, eine größere Wahrscheinlichkeit besitzt, als die nachhaltige Trendumkehr. Die letzten Wochen eines Jahres müssen mit Blick auf die Statistik das Paradies für alle Börsen-Bullen sein.

Der Dax musste nach der Mitte Oktober gestarteten Rallye in den vergangenen Tagen aber erst einmal durchschnaufen. Während dieser Rallye stieg der deutsche Leitindex in der Spitze um 20 Prozent. Damit stieg der Dax in wenigen fast doppelt so schnell, wie man es normalerweise bei einem Index auf ein ganzes Jahr erwarten kann. Die jüngste Korrektur von vier Prozent ist vor diesem Hintergrund als überschaubar zu bezeichnen. Trotzdem sorgen sich viele Marktteilnehmer nach dem Kurseinbruch davor, dass die „traditionelle“ Jahresendrally in diesem Jahr ins Wasser fallen könnte.

Die von der Social Trading-Plattform wikifolio.com zu ihren kurzfristigen Erwartungen befragten Top-Trader hingegen zeigen sich allerdings sehr zuversichtlich. 80 Prozent von ihnen rechnen mit einem tendenziell freundlichen Jahresausklang beim DAX. Fast die Hälfte der Befragten erwartet für den Index am Jahresende sogar Notierungen, die über dem Allzeithoch von 10.093 Punkten liegen. Von weiteren Kursverlusten geht jedoch kaum jemand aus. Je nach Strategie, die sie mit ihren wikifolios verfolgen, wollen die Trader deshalb entweder „voll investiert bleiben“ oder ihre Aktienbestände weiter aufstocken.

Die unter dem Namen „TraderLady“ aktive Doris Beer zum Beispiel plant bei ihren insgesamt neun zumeist erfolgreichen wikifolios, mögliche „Signale auf der Longseite für einen weiteren Abbau vorhandener Barmittelbestände“ zu nutzen. Noch aggressiver zu Werke geht Mirko Weit alias „Weit Capital“, der in Erwartung einer Jahresendrally „gehebelt auf einen steigenden DAX oder DAX-Werte“ setzen will.

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