Wikifolio Inside
Keine Gefahr für die Weihnachtsrally?

Neue Höchststände trotz schlechter Daten aus der Realwirtschaft – das könnte das letzte Aufbäumen vor dem Platzen einer Blase sein. Die Trader auf wikifolio.com sind kurzfristig aber dennoch optimistisch.
  • 2

WienTrotz schlechter Arbeitsmarktdaten aus Amerika haben S&P 500 und Dax neue Höchststände erreicht – das zeigt, dass die Geldpolitik die Entkopplung von der Realwirtschaft vorantreibt. Dieses Resultat ist – zumindest offiziell – wohl kaum der gewünschte Lenkungseffekt, da doch eigentlich die Realwirtschaft angekurbelt werden sollte. Dennoch sind die meisten Akteure kurzfristig weiterhin optimistisch – es gibt ja auch kaum ernste Alternativen zur Asset-Klasse Aktie.

„Ich gehe nicht davon aus, dass wir in der nächsten Zeit eine deutliche Änderung der Fed-Politik sehen werden. Die selbst gesteckten Ziele sind äußerst ambitioniert und mit Yellen als Bernanke-Nachfolgerin wird die Geldpolitik vermutlich ähnlich locker weitergeführt werden. Über kurz oder lang wird die Fed aber das dritte Quantitive-Easing-Programm zurückfahren müssen. Vor allem Aktien werden bis dahin weiter profitieren“, meint Ralf Werner. In sein Wikifolio Antizyklische Chancen haben Anleger über das Wikifolio-Zertifikat derzeit 8,2 Millionen Euro investiert. Neben ausgewählten Einzelwerten hat Ralf Werner zur Absicherung eine Dax-Shortposition im Portfolio.

„Mit Yellen als neue US-Notenbankchefin wird das Tapering wohl erst Anfang 2014 beginnen. Mit Beginn der Rückführung der ultralockeren Geldpolitik der Fed wird es auch an den Märkten volatiler“, ergänzt Trader Markus Strauch. „Die Einbahnstraße von steigenden Kursen wird dann vorbei sein und es wird zunehmend ein Stock-Picking-Ansatz, das heißt Einzelauswahl von Investmentideen, belohnt. Mit Shortpositionen kann man bei einer Korrektur an den Märkten mitverdienen, doch halte ich das noch für zu früh. Die weltweiten Märkte sind nach wie vor in einem technisch einwandfreien Aufwärtstrend.“ In Strauchs Wikifolio Momentum Trading-spekulativ werden Einzelchancen konsequent genutzt oder bei keinem klaren Handelssignal auch 100 Prozent in Cash abgewartet

Seite 1:

Keine Gefahr für die Weihnachtsrally?

Seite 2:

Depots sind ausgewogen aufgestellt

Kommentare zu " Wikifolio Inside: Keine Gefahr für die Weihnachtsrally?"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Das größte Geheimnis für den Trader ist, seinen Willen dem Willen des Marktes unterzuordnen. Der Markt ist die Wahrheit, der alle Kräfte die auf ihn wirken wiederspiegelt. Solange der Trader das erkennt ist er sicher. Ignoriert er diese Tatsache ist er verloren und verdammt." (•‿-) Linda Bradford-Raschke

  • Solange die Märkte davon ausgehen können, das immer geholfen wird, wird wohl an der Realwirtschaft vorbei ent
    schieden. Die Sucht nach schlechten Nachrichten, die dann ja schlußendlich dazu führt, das auf keinen Fall gerade jetzt etwas zurückgenommen werden kann und darf ist schon schizophren!!! Alle Fundamentalanalysen und auch das dauernde Geschwafel von alternativlosen Aktienanlagen dürften sich in Luft auflösen, wenn kein Öl mehr ins Feuer gegossen wird. Ja, derzeit wird geheizt, was das Zeug hält und daraus resultiert natürlich auch die Erkenntnis, es geht nur noch über Aktien und infolgedessen fallen ja Entscheidungen zugunsten von Aktien, die die Märkte so euphorisch sein sein lassen! In ersten Linie halten die Geldfluten die Zinsen niedrig. Doch angenommen allein die Versicherer retten Ihr Geld aus den Anleihen und schichten um in Aktien...wer soll dann die Billionenwerte in Anleihen refinanzieren, die ja nun mal sowohl die Unternehemen aber erst recht die Staaten benötigen? Dann wird man wegen zu niedriger Zinsen keine Abnehmer mehr für Anleihen haben und wird wohl oder übel mit den Zinsen raufgehen müssen. Eins ist Fakt: mit 0,01-0,5 Prozent Zinsen wird es schwer, Zinsgarantieen für Versicherungen mit 1,5-4 Prozent zu erfüllen...dann schlägt das Pendel in die andere Richtung. Jedenfalls können die Versicherer ncht mehr so lange warten auf die sicheren Erträge...und Aktienquoten sollen und dürfen ja nicht beliebig hochgefahren werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%