Zertifikate auf branchenspezifische Subindizes
„Zellteilung“ bei Indizes

Das Universum der 600 Unternehmen, die der paneuropäische Index-Gigant Stoxx insgesamt berücksichtigt und an dessen Spitze der nur auf die „Blue Chips“ aus Euroland bezogene Euro Stoxx 50 steht, gliedert sich in 18 genau definierte Wirtschaftszweige auf. Jede Aktie kommt in eine passende Schublade. Ähnlich verfahren auch die anderen Anbieter und somit ist klar, wie aus einer Handvoll Indizes plötzlich einige tausend werden. Der „S&P Pharmaceuticals“ oder der „Stoxx 600 Automotive“ sind nur einige Beispiele für diese Aufsplitterung, die mitunter kuriose Blüten treibt – oder wer hätte gedacht, dass es ein Kursbarometer gibt, das die Entwicklung mittelgroßer Hersteller von nichtzyklischen Konsumgütern nachvollzieht, die ihren Sitz in der Euro-Region haben!?

Emsig, wie die Zertifikate-Branche nun einmal ist, können Anleger sich derlei Pretiosen über entsprechende Zertifikate genauso einfach und transparent ins Depot legen wie die großen Gesamt-Indizes. Die Qual der Wahl ist allerdings immens – für die meisten traditionellen Sektoren (also: Automobile, Banken, Chemie, Energie, Grundstoffe, Handel, Konsum, Medien, Pharma, Versicherungen und Versorgung) gibt es zumeist zwei oder drei europäische Alternativen plus ein paar Indizes mit weltweitem Fokus. Unsere nachfolgende Liste zeigt somit nur einen kleinen Ausschnitt aus dem über 200 Zertifikate umfassenden Universum, ausgewählt anhand der Konditionen sowie auf Basis unserer zugegebenermaßen höchst subjektiven Einschätzung, welche Indizes überhaupt Sinn machen.

Ein rein auf den Euro-Raum bezogenes Kursbarometer für Aktien aus dem Telekom-Bereich beispielsweise halten wir für puren Blödsinn, da mit der britischen Vodafone der europäische Mobilfunk-Marktführer zwangsläufig außen vor bleibt. Mit realistischer Marktabbildung hat das nichts zu tun. Deshalb ist in der entsprechenden Rubrik auch ein Zertifikat aufgeführt auf den Stoxx Telekom, der unabhängig von der Währung ganz Westeuropa im Blick hat. Natürlich könnte man noch einen Schritt weiter gehen und mit dem „Dow Jones Telecom Titans“ gleich auf Telekom-Werte aus der ganzen Welt setzen. Doch auch davon raten wir ab, da die Telefongesellschaften auf den verschiedenen Märkten mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert sind. Während man in Europa unter dem Druck steht, das Milliarden-Abenteuer UMTS zu refinanzieren (was wohl nur mit viel Glück vor dem etwa auf das Jahr 2030 terminierten ersten bemannten Flug zum Mars gelingen wird), geht es im vermeintlich so fortschrittlichen Nordamerika um die Zusammenschaltung der vorsintflutlichen Netze. Asiatische Telcos profitieren dagegen vor allem von der Erschließung Chinas.

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