Zertifikate basieren auf neuem Indexkonzept
Deutsche Bank lockt Anleger in Rohstoffe

Anleger sollten weiter einen Teil ihres Geldes in Rohstoffe investieren. Dazu raten Experten wie Klaus Martini von der Deutschen Bank. Martini sieht derzeit vor allem bei Agrarrohstoffen Potenzial für höhere Preise.

FRANKFURT/M. John Normand von JP Morgan setzt aktuell dagegen auf Energie-Rohstoffe und Edelmetalle. Normand glaubt, dass sich diese Teilmärkte in Zukunft besser entwickeln als Staatsanleihen oder inflationsgeschützte Bonds.

Dem zunehmenden Anlegerbedürfnis nach interessanten Produkten der Anlageklasse Rohstoffe trägt die Deutsche Bank dadurch Rechnung, dass sie den bislang vor allem institutionellen Investoren vorbehaltenen eigenen Rohstoffindizes Deutsche Bank Liquid Commodity Index (DBLCI) auch privaten Investoren zugänglich macht. „Sowohl die direkte Anlage in Rohstoffe, als auch das Investment über die Futuresmärkte ist schwierig und aufwendig“, erklärte Stefan Scheuble, Derivate-Experte der Bank.

Die Deutsche Bank berechnet ihren Rohstoffindex bereits seit Februar 2003. Der neu angepasste Index verfolge das Ziel, Anlegern eine gut diversifizierte Anlage in Rohstoffen bei möglichst geringen Kosten und hoher Transparenz zu bieten. Man habe sich bei der Konzeptionierung dazu entschlossen, die jeweils liquidesten Futures-Kontrakte der verschiedenen Rohstoffsektoren als Indexbestandteil zu wählen. Während andere Rohstoffindizes wie der von Goldman Sachs errechnete GSCI mit 24 Indexkomponenten breiter gefasst sind, bildet der DBLCI lediglich die Preisentwicklung von sechs Rohstoffen ab. Dies sind Rohöl der US-Qualität WTI (Gewichtung 33,73 Prozent), Heizöl (21,51 Prozent), Aluminium (12,48 Prozent), Gold (9,65 Prozent), Weizen (11,44 Prozent) und Mais (11,19 Prozent).

Aus der Basiskonstellation des Rohstoffindex hat die Deutsche Bank vier handelbare Indizes entwickelt. Darunter auch den DBLCI Mean Reversion. Analysen hätten gezeigt, dass die Rohstoffpreise dazu tendieren, zu ihren langjährigen Mittelwerten zurückzukehren, hieß es. Bei diesem Index werden daher Rohstoffe, die exorbitant gestiegen seien und von denen man eine Rückkehr in Richtung ihrer Mittelwerte erwarte, niedriger gewichtet. Dies gilt für den zuvor stark gestiegenen Energiemarkt, der hier untergewichtet ist. Die Bank bietet Anlegern auf den Index auch normale Zertifikate und Bonus-Zertifikate.

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