Zertifikate: CO2-Zertifikate erleben eine Renaissance

Zertifikate
CO2-Zertifikate erleben eine Renaissance

Rechtzeitig zum Weltklimagipfel in Kopenhagen haben Emittenten ein Anlagethema aus dem Bereich Umweltschutz wiederentdeckt: Den Handel mit Emissionsrechten für Kohlendioxid. Die Preise der europäischen Emissionsrechte sollen in den kommenden Jahren steigen, sagen Experten. Nach dem gescheiterten Gipfel von Kopenhagen ging es aber erst mal steil abwärts.
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DÜSSELDORF. Rechtzeitig zum Weltklimagipfel in Kopenhagen haben Emittenten ein Anlagethema aus dem Bereich Umweltschutz wiederentdeckt: Den Handel mit Emissionsrechten für Kohlendioxid. So heißt das System, durch das in den EU-Ländern energieintensive Industrieunternehmen und die Energiewirtschaft dazu gebracht werden sollen, weniger CO2 zu produzieren.

Hintergrund: In den vergangenen Jahrzehnten ist der Ausstoß des Gases durch die Industrialisierung stark gestiegen. Wissenschaftler machen hauptsächlich diesen Faktor verantwortlich für die Erderwärmung.

Für Investoren sei der Emissionshandel momentan ein spannendes Thema, sagt beispielsweise Dominik Auricht, Experte für Wertpapieranlagelösungen der Hypo Vereinsbank. - Bereits im Frühjahr 2007 hatte die Bank ihr Open-End-Anlagezertifikat zu diesem Thema aufgelegt, das eine volatile Vergangenheit kennzeichnet und jetzt wieder intensiv beworben wird (WKN: HV2C02).

Der Emissionshandel startete in Europa vor rund vier Jahren und funktioniert nach folgenden Regeln: Für jede Tonne Kohlendioxid, die Unternehmen in die Luft blasen, müssen sie ein CO2-Emissionsrecht besitzen - sogenannte EU-Allowances (EUAs). Ein Teil dieser Rechte wird ihnen von den Behörden zugeteilt. Benötigen sie mehr, müssen sie diese auf dem Markt erwerben. Kommen sie mit weniger aus, können sie die überschüssigen veräußern.

Dieser Handel kann auf zwei Arten stattfinden: entweder direkt zwischen den Unternehmen oder über Börsen wie zum Beispiel der Europeean Climate Exchange (ECX) in London. Zwar sind die EUA-Notierungen von rund 30 Euro je Tonne im Jahr 2006 auf weniger als die Hälfte gesunken. Fachleute führen dies vor allem auf die strukturellen Schwächen der noch jungen Märkte und auf die Einflüsse der weltweiten Rezession zurück. Für den jüngsten Preissturz war dagegen der gescheiterte Klimagipfel von Kopenhagen verantworlich. Wegen der enttäuschenden Ergebnisse stürzten die Notierungen auf weniger als 13 Euro je Tonne ab.

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  • es ist eine Unverschämtheit, wie nachlässig und vorsätzlich Daten falsch dargestellt werden!
    ARD-Text, Seite 156 vom 21.12.2009
    Wärmstes Jahrzehnt registriert. Auch die aktuelle Kältewelle hält den Klimawandel nicht auf: Das zu Ende gehende Jahrzehnt war in Deutschland das wärmste seit mindestens 130 Jahren. Für die Jahre von 2000 bis 2009 errechnete der Deutsche Wetterdienst eine Durch-schnittstemperatur von 9,4`C. Dieser Wert liegt 1,2`C höher als das langjährige klimatologische Mittel von 1961 bis 1990. Alle Jahre des vergangenen Jahrzehnts waren wärmer als das langjährige Mittel, 2000 und 2007 waren die wärmsten Jahre seit beginn der Auf- zeichnungen. Spitzenwerte gab es auch beim Niederschlag.

    Gilt der Zeitraum ab 1876? Oder der von 1961 bis 1990? Oder der von 2000 bis 2009? Oder doch der von 1901 bis 2009? Welches langjährige Mittel ist gemeint?

    Was stimmt denn nun? Da werden wieder mal willkürlich Zeiträume verglichen. Äpfel mit birnen. Und das Wichtigste steht irgendwo dazwischen: Es ist die letzten 10 Jahre nicht wärmer geworden. Allen sog. Wissenschaftlern zum trotz.

    Reine Willkür und Falschinformation des DWD. Manipulation anhand verfälscht dargestellter Daten ! Und was ist aus den gefälschten Daten des iPCC geworden, die Hacker veröffentlichten?

    Genau das sind die Tricks der Klimahysteriker.

    Einmal werden 10 Jahre verglichen - 2000 bis 2009

    dann werden 30 Jahre verglichen - 1961 bis 1990.

    Die Jahre von 1990 bis 1999 werden einfach weg gelassen, unterschlagen. Wo sind die Daten von 1990 bis 1999 ???

    Das ist Manipulation !

    Warum wird nicht von 1961 bis 2009 verglichen???

    nächstes Jahr dann von 1961 bis 2010?

  • @ Prehn, Manfred
    Ja da das Volk zu wenig konsumiert, muß es anders abgezockt werden.
    beispiel dafür auch die Feinstaubplaketten, die zur Anschaffung von Neufahrzeugen führen sollen. Dabei haben Städte, in denen diese Regelungen schon länger gelten, festgestellt, daß die Plakettenregelung nur zu einer Entlastung von wenigen Promille geführt hat, da Feinstaub aus allem anderen (Reifenabrieb usw) nur nicht aus Dieselabgasen entsteht. Aber das interessiert unsere Gesetzgeber nicht. Sie kriegen ja ihre "sauberen" Dienstwagen gestellt.

  • Wie wohl die blase, die da entsteht, genannt werden wird? Die CO2 - blase wäre wohl falsch, da eine derartige eine mit CO2 gefüllte echte blase sein müsste. Die CO2-Zertifikate - blase wäre nicht durchzusetzen, da zu lnag.
    ich schlage EE-blase vor, da man darunter dann auch Solar- und Windmühlenaktien subsummieren könnte.

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