Zertifikate
Hohe Rendite in Seitwärtsphasen

Anleger können mit Korridor-Bonuszertifikaten auf eine längere Marktberuhigung setzen. Doch je nach Emittent unterscheidet sich das Chance-/Risikoprofil der Produkte erheblich.

DÜSSELDORF. Nach starken Marktbewegungen ist an den Börsen häufig eine Phase seitwärts tendierender Kurse zu beobachten. 1990 beispielsweise, als der Dax von knapp 2 000 Punkten auf 1 322 Zählern einbrach und nach einer kurzen Beruhigungsphase in einer Spanne von 200 Punkten nach oben und unten fast zwei Jahre seitwärts lief.

Falls Anleger nun eine ähnliche Marktphase erwarten, sollten sie einen Blick auf Korridor-Bonusprodukte werfen. „Diese Zertifikate reagieren sehr stark auf Veränderung der Volatilität und bieten aktuell attraktive Renditechancen“, sagt Markus Jakubowski, Derivate-Experte der Société Générale (siehe Tabelle auf Seite 2).

Trotz Namensgleichheit gestalten Emittenten das Produkt unterschiedlich. Gleich ist: Wenn der Basiswert während der Laufzeit innerhalb zweier Schwellen bleibt, erhält der Anleger die Bonuszahlung. Unterschiede gibt es dann, wenn eine Schwelle erreicht oder gerissen wird.

Defensiver ist die Variante der Société Générale. Erreicht der Basiswert zuerst die obere Barriere, orientiert sich die Rückzahlung am Laufzeitende an der eines Reverse-Indexzertifikates. Ein Anleger, der das Zertifikat zum Emissionspreis erwirbt, würde in diesem Fall erst dann Gewinne aus seinem Investment erzielen, wenn das Zertifikat am Laufzeitende unter dem Ausgangsniveau von 100 Prozent notiert.

Wird dagegen die untere Barriere zuerst erreicht oder unterschritten, orientiert sich die Rückzahlung am Laufzeitende an der eines Indexzertifikats ausgehend vom Startniveau. Anleger können also trotz eines Schwellenrisses noch Gewinne erzielen, wenn der Basiswert sich wieder deutlich in die andere Richtung entwickelt.

Risikoreicher sind die Produkte von Merrill Lynch. Falls eine Schwelle gerissen wird, machen Anleger auf jeden Fall Verlust. Dann wird die absolute Performance des Basiswertes vom Nominalbetrag immer abgezogen. Generell gilt für beide Varianten: Im Vergleich zu klassischen Bonuszertifikaten sind Rendite und Risiko deutlich höher.

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