Zertifikate
Investitionen in den vergessenen Kontinent

Auf dem schwarzen Kontinent verschwinden die weißen Börsen-Flecken. Die Wirtschaft in vielen afrikanischen Ländern wächst stetig. "Subprime" ist dort kein Thema.

Unterdrückung, Überschuldung, Hyper- Inflation, Vertreibungen, Hungersnöte, Stammes- und Glaubenskriege, gefälschte Wahlen, Entführungen, gekaperte Schiffe, Krankheiten, hohe Kriminalität und Terrorismus: Nachrichten aus Afrika sind in der Mehrzahl Katastrophenmeldungen.

Tatsächlich haben viele Staaten auf dem schwarzen Kontinent mit großen Problemen zu kämpfen. Die Industrialisierung steckt in weiten Teilen des Kontinents immer noch in den Kinderschuhen, die Schere zwischen Arm und Reich ist riesig - nicht nur zwischen den Einwohnern, sondern auch zwischen den Staaten. Besonders deutlich wird das am Beispiel Südafrika: In der Republikam Kap werden 73 Prozent der gesamtafrikanischen Wirtschaftsleistung erarbeitet. Lässt man Südafrika in der Gesamtrechnung außen vor, erwirtschaften zwischen Algier und Maputo 320 Millionen Menschen ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 210 Milliarden Dollar - das entspricht gerade einmal dem Bruttoinlandsprodukt von Portugal.

Doch Afrika holt auf. In einigen Ländern wächst die Wirtschaft seit Jahren beachtlich. Nach UN-Schätzungen wird sich dieser Trend auch in diesem Jahr fortsetzen. Ein UN-Bericht, der in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba vorgestellt wurde, geht für 2008 von einem Wachstum von 6,2 Prozent für den Kontinent aus. Schon 2006 und 2007 hatte das Wachstum der afrikanischen Länder bei 5,7 und 5,8 Prozent gelegen. Das afrikanische Wachstum werde vor allem durch eine höhere Inlandsnachfrage in vielen Ländern des Kontinents sowie durch steigende Rohstoffpreise getrieben.

Besonders die Produzenten von Baumwolle, Kupfer und anderen Mineralien hätten von den höheren Preisen profitiert, so die UN-Analyse. Die Vorkommen des Kontinents an Gold, Öl, Uran, Platin und anderen wichtigen Ressourcen sind gewaltig. Vor allem China hat die Chancen in Afrika entdeckt. Bis 2010 will die Volksrepublik größter Handelspartner des Kontinents sein.

Aber auch internationale Minen-Konzerne drängen in die Region, weil sie in den noch weitgehend unerschlossenen Minen großes Geschäftspotenzial wittern. Die starke Zunahme ausländischer Investitionen hat sich unter tatkräftiger Unterstützung Chinas in den vergangenen sieben Jahren von 10 Milliarden auf 40 Milliarden US-Dollar vervierfacht. Beste Voraussetzungen also auch für Privatanleger, um in den vergessenen Kontinent zu investieren.

Die Zertifikate-Industrie hat - wie immer - diesen Trend schnell aufgegriffen und in handelbare Papiere umgesetzt. Zertifikate auf südafrikanische Unternehmen sind schon länger im Markt. Doch jetzt haben einige Banken zusätzlich Produkte emittiert, mit denen Anleger auch in Unternehmen investieren können, die nördlich von Johannesburg ihr Geld verdienen.

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