Zertifikate Mehr Rendite durch Zertifikate-Ratings

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Das FWW-Rating bewertet deshalb nicht die historische Performance, sondern untersucht die grundsätzliche Konstruktion der Papiere. Dabei begutachten die Experten Aufbau und Gebührenstruktur der Zertifikate, legen aber auch besonderes Augenmerk auf die „weichen Faktoren“: Birgt die Zusammenstellung eines Basisindex Klumpenrisiken? Wird die Gewichtung im Laufe der Zeit angepasst? Und vor allem: Ist die Investmentidee leicht verständlich? Wie werden die Chancen und Risiken des Zertifikats dem Anleger vermittelt? Verkaufsprospekte, die ausschließlich in kryptischem Investment- Englisch verfasst sind, bekommen Minuspunkte.

„Wer nicht transparent und offen kommuniziert, muss mit Abzügen rechnen“, erklärt Iben und weiß sich dabei an der Seite der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die ihren Sitz in Frankfurt hat. Die Behörde hat maßgeblich die von der europäischen Union verabschiedete „Markets in Financial Instruments Directive“, kurz: MiFID, mitentwickelt. Die EU-Richtlinie wird als das neue Grundgesetz für den Wertpapierhandel bezeichnet. Die zwei Kernpunkte der MiFID sind Kostentransparenz und eine umfassende Informations- und Dokumentationspflicht. Die Umsetzung dieser EU-Richtlinie ist für die Emittenten Pflicht. Für das Rating sind die Vorgaben aus Brüssel also Steilvorlagen.

Offiziell begrüßen die meisten Banken deshalb auch die FWW-Bemühungen um mehr Markttransparenz. Gleichzeitig macht sich FWW mit seinem Konzept aber auch angreifbar. In den FWW-Präsentationen bei den Emittenten ernteten die Münchener nicht nur Beifall. Hinter vorgehaltener Hand beklagten Insider die mangelnde Transparenz des Systems. Es sei nicht immer nachvollziehbar, wie die Noten zustande kämen, heißt es in der einen oder anderen Entwickler- und Marketing- Abteilung in Frankfurt. Vor allem der Notenbestandteil „KommunikaOffiziell begrüßen die meisten Banken deshalb auch die FWW-Bemühungen um mehr Markttransparenz. Gleichzeitig macht sich FWW mit seinem Konzept aber auch angreifbar. In den FWW-Präsentationen bei den Emittenten ernteten die Münchener nicht nur Beifall. Hinter vorgehaltener Hand beklagten Insider die mangelnde Transparenz des Systems. Es sei nicht immer nachvollziehbar, wie die Noten zustande kämen, heißt es in der einen oder anderen Entwickler- und Marketing- Abteilung in Frankfurt. Vor allem der Notenbestandteil „Kommunikation“ sei problematisch.

Dass es kein Kindespiel ist, ein allseits akzeptiertes Zertifikate-Rating Konzept am Markt durchzusetzen, hat auch schon die Agentur Scope erfahren. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin und Frankfurt, das sich seit seiner Gründung im Jahr 2000 zunächst mit der Bewertung von Immobilienfonds einen Namen gemacht hat, war bis Ende vergangenen Jahres die einzige Rating- Agentur, die sich auch auf den Zertifikatemarkt vorgewagt hat.

Seit 2005 bewertet Scope die strukturierten Papiere - mittlerweile laufen täglich rund 140 000 Zertifikate mit mehr als 1 000 Basiswerten und 14 verschiedenen Zertifikate-Strukturen durch die Analyse-Programme. Scope verfolgt dabei einen sehr umfassenden Ansatz: „Ausgehend von einem Basiswert bewerten wir die Chancen und Risiken, die Anleger mit verschiedenen Zertifikaten auf diesen Basiswert haben“, erklärt Sasa Perovic, Leiter der Zertifikate-Analyse bei Scope. Bonuszertifikate stehen dabei in der Untersuchung gleichberechtigt neben Discount- Papieren oder etwa Outperformance- Konstrukten.

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