Zertifikate
Mit Bonusprodukten besser fahren

Aus den aktuell 75 000 Bonuszertifikaten die passenden zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Einzelne Vermögenswalter machen das - und schlagen sich besser als der Gesamtmarkt. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

Die Wahl des passenden Bonuszertifikates ist selbst für professionelle Vermögensverwalter keine leichte Aufgabe. "Allein auf die Daimler-Aktie gibt es mehr als 2 000 Bonuszertifikate", rechnet Jan Eble vor. Mit dieser Dienstleistung der Produktauswahl für Vermögensprofis hat sich der Ex-Börsenmitarbeiter selbstständig gemacht und bietet über die Commerzbank mittlerweile einen eigenen Index an - den Bonuszertifikate- Strategie-Index (WKN: CB7XZJ). Darin enthalten sind mehr als 20 Bonuszertifikate auf Indizes und Aktien. (Weitere Informationen unter www.zercon.de).

Die Bilanz nach mehr als acht Monaten Laufzeit: Der Strategie-Index hat zehn Prozent verloren und hat damit im Vergleichszeitraum deutlich weniger als Dax (minus 19) und Euro Stoxx 50 (minus 23 Prozent) verloren. Das Ziel von Geschäftsführer Eble lautet eigentlich eine Rendite von sieben bis zehn Prozent jährlich bei überschaubarem Risiko zu erwirtschaften. "Das Risiko und die daraus resultierenden Schwankungen an den Aktienmärkten waren aber deutlich höher als erwartet", sagt Eble. Aus diesem Grund setzt er auch bei der Auswahl von neuen Bonusprodukten auf wesentlich kürzere Laufzeiten. Derzeit kauft er nur noch Zertifikate, die in diesem Jahr auslaufen. Dabei setzt er meist auf gecappte Bonusprodukte, die aufgrund ihrer begrenzten Gewinnmöglichkeiten eine höhere Seitwärtsrendite oder einen tieferen Sicherheitspuffer ermöglichen.

Neu in den Index hat Eble ein Produkt auf Volkswagen aufgenommen. Allerdings setzt er mit einem Reverse- Bonus (WKN: CB23YG) auf fallende Kurse beim Automobilhersteller. "Wir sehen bei VW im Vergleich zu anderen Automobilaktien aufgrund der Porsche-Spekulation eine deutliche Überbewertung". Mit dieser Einschätzung steht der Geschäftsführer nicht allein da. Auch ein weiterer Vermögensverwalter setzt mit seinem Top-Kauf auf fallende Kurse bei der Aktie des Wolfburgers Herstellers. Die Kosten für die Auswahl : 1,3 Prozent Managementgebühr jährlich, hinzu kommt eine 20-prozentige Erfolgsbeteiligung bei einer Rendite von über vier Prozent pro Jahr. "Erst wenn der Index mehr als 5,3 Prozent zulegt, werden wir am Erfolg beteiligt", rechnet Eble vor.

Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
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