Zertifikate
Mit reinem Gewissen mit Zertifikaten in die Zukunft investieren

Schwedens Energieministerin Mona Sahlin hat ein ehrgeiziges Ziel: Bis zum Jahr 2020 soll ihr Land ganz ohne fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle auskommen. Stattdessen setzt die Regierung in Stockholm auf erneuerbare Energien wie Bio und Wind. Für Anbieter entsprechender Technologien klingt das nach vollen Auftragsbüchern. Auch einige Emissionshäuser haben den Trend erkannt und Zertifikate auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsindizes begeben.

HB DÜSSELDORF. Von Unternehmern werden sie immer seltener belächelt: Umweltschützer und sonstige Idealisten, die sich – lange Zeit scheinbar bar jeder ökonomischen Vernunft – für eine bessere, aber nicht greifbare Zukunft einsetzen. Schließlich neigt man dazu, im Hier und Jetzt zu leben. Daher wurden die geforderten Auflagen oft als unnötige und teure Zusatzbelastungen empfunden, denen jeglicher Realitätsbezug zu fehlen schien. Doch seit ein paar Jahren hat ein grundlegender Paradigmenwechsel eingesetzt. Die Einsicht hat sich durchgesetzt, dass man mit der Zerstörung der Umwelt sich selbst die Lebensgrundlage entzieht. Wichtige Denkanstöße liefert freilich die deutliche Zunahme von Naturkatastrophen, die nicht nur Leib und Leben bedrohen, sondern auch einen quantifizierbaren, volkswirtschaftlichen Schaden anrichten. Hurrikan „Kathrina“ beispielsweise wütete im Golf von Mexiko und legte die dort angesiedelte Ölindustrie lahm. Der volkswirtschaftliche Schaden wird auf mehr als 100 Milliarden US-Dollar geschätzt.

ZERTIFIKATE AUF ALTERNATIVE ENERGIEN UND NACHHALTIGKEITS-INDIZES
WKNZertifikatFälligkeitKurs (Euro)Performance 2005Performance seit Auflegung
696259New Energy Active31.01.200774,12205,8%85,7%
583586umwelt:ethik 24open end121,5943,8%9,0%
SG1ERXERIX Open Endopen end128,54n/a36,7%
ABN2Z5Ökoinvest Open Endopen end128,54n/a29,6%
ABN 5GHÖkoinvest Open Endopen end18,68n/a25,5%

Gleichzeitig treibt die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten den Ölpreis weiter nach oben und macht dabei eines klar: Die fossilen Rohstoffe, die der Weltwirtschaft bislang als unersetzliche Energiequelle dienen, sind begrenzt. Die Schätzungen, wie lange die Erdölreserven noch ausreichen, unterliegen starken Schwankungen. Denn auf der einen Seite werden ständig neue Ölvorkommen entdeckt, während der weltweite Verbrauch auf der anderen Seite, allen voran in China, stetig zunimmt. Bei einer Steigerungsrate von zwei Prozent, die im Bereich der Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) liegt, würden innerhalb der nächsten 25 Jahre über die Hälfte des verbleibenden konventionellen Erdöls gefördert und die jetzt bekannten Reserven fast aufgebraucht sein. Unabhängig von den tatsächlichen Zahlen steht heute schon fest: Um eine ausgewachsene Krise abzuwenden, muss der Energiebedarf auf alternativem Weg abgedeckt werden. Viele Experten weiten den Begriff „alternativ“ dabei großmütig auf die Kernenergie aus. Diese weite Definitionsauslegung geht „grünen Hardcore-Aktivisten“ selbstverständlich viel zu weit. Sie setzen ausschließlich auf regenerative Energien wie Wasser, Wind und Sonne.

Seite 1:

Mit reinem Gewissen mit Zertifikaten in die Zukunft investieren

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%