Zertifikate
Mit Zertifikaten auf den US-Immobilienmarkt „short“ gehen

Reverse Bonus“-Zertifikate sind eine spannende Geschichte für einbruchgefährdete Aktien. Bestes Beispiel ist die US-Immobilienaktie Toll Brothers, die dank der hohen Nachfrage nach Immobilien in den letzten Jahren durch die Decke ging. Jetzt deuten jedoch zahlreiche Faktoren darauf hin, dass die Blase am US-Immobilienmarkt platzt.

„ Mit dem „Reverse Bonus“ auf Toll Brothers können Sie jetzt erstmals mit einem Anlageprodukt auf dieses Ereignis setzen und müssen nicht mehr den Umweg über riskante Hebelpapiere gehen.

Die Funktionsweise eines „Reverse Bonus“ unterscheidet sich praktisch nicht von der Konstruktion eines klassischen Bonus-Zertifikats. Während Sie jedoch bislang „eins zu eins“ an steigenden Kursen partizipierten, geht das Spiel jetzt genau in die andere Richtung: Verliert der Basiswert 50 Prozent, steigt der Zertifikatepreis am Laufzeitende um genau diese 50 Prozent an. Es handelt sich also um eine Short-Spekulation, die gleichzeitig mit einem zusätzlichen Risikopuffer versehen ist. Zudem hoffen wir bei den herkömmlichen Bonus-Zertifikaten, dass die Schwelle nicht unterschritten wird. Bei den „Reverse“-Produkten müssen Sie jetzt darauf achten, dass der jeweilige Basiswert nicht zu stark steigt und die Barriere überspringt. Eine weiterer Unterschied: Klassische Bonus-Zertifikate verfügen für gewöhnlich über keinerlei Obergrenze bei steigenden Märkte. Der „Reverse Bonus“ hat hingegen immer ein automatisches Cap eingebaut. Nämlich genau dann, wenn der Basiswert auf der Nulllinie aufschlägt und damit völlig wertlos geworden ist. Mehr als 100 Prozent kann man mit diesem Produkt also nicht verdienen.

Wenig bekannt ist die amerikanische Toll Brothers. Doch das an der New York Stock Exchange gehandelte Unternehmen gehört zu den führenden Herstellern von Luxus-Eigenheimen und repräsentiert damit auch den US-Immobilienmarkt. In den USA steht jetzt jedoch das Ende der Niedrigzinsphase bevor. Da die US-Bürger ihre Eigenheime zu großen Teilen „auf Kredit“ finanziert haben, kann das extrem hohe Preisniveau für Immobilien nicht gehalten werden. Sollten die Zinsen weiter klettern, kann schnell die Luft aus der zu erkennenden Immobilien-Blase entweichen. Deutlich wird dies auch am „S&P Case Shiller“-Index, der die Preise für US-Wohnhäuser repräsentiert. Er entwickelte sich seit 1997 ohne Konsolidierung nach oben und verdoppelte sich allein seit 2001. Die Toll Brothers-Aktie gab von ihrem Hoch bei 58,25 US-Dollar im Sommer 2005 bereits rund 45 Prozent nach, hat also den Abschwung bereits gestartet. Doch sie entwickelte sich seit 1997 noch deutlich besser als der Index. Daraus lässt sich ableiten, dass die Konsolidierung des Papiers lange noch nicht abgeschlossen ist. Mit Blick auf den weiterhin intakten Abwärtstrend und die fundamentale Situation eignet sich daher auch dieser Basiswert hervorragend für eine längerfristige Anlage, die auf eine Seitwärts- oder Abwärtsbewegung abzielt.

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