Zertifikate
Profis investieren wieder in Gold

Von der Ratingagentur Firstfive beobachtete Vermögensverwalter setzen auf ein Comeback des Edelmetalls. Im Gegensatz dazu stehen die Investments mit der VW-Aktie als Basiswert. Hier werden fallende Kurse erwartet.

Vermögensverwalter sehen die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten skeptisch. Obwohl die Profis in den vergangenen Wochen keine Zertifikate in größerem Umfang verkauft haben. Denn die erste Stelle der Top-Kaufliste nimmt kein Aktienprodukt, sondern ein Goldzertifikat (WKN: 160902) ein.

Auf US-Dollarbasis markierte das Edelmetall mit dem Kursrutsch von zeitweise über 1 000 US-Dollar je Feinunze unter die Marke von 780 Dollar ein neues Acht-Monats-Tief, was nun ein Entscheider zum Aufbau einer Positionierung in Gold nutzte. Konkret erwarb er 15 000 Zertifikate á 53,60 Euro im Volumen von 804 000 Euro. Das Zertifikat ist nicht währungsgesichert. Im Gegensatz zum zweiten Goldzertifikat auf der Liste der Top-Käufe (WKN: DR1CD7), das Währungsrisiken ausschaltet. Im Gegenzug fällt unter anderem der Spread deutlich höher aus.

Während ein Vermögensverwalter mit einem Discountzertifikat eine Wette auf einen zumindest nicht mehr all zu stark fallenden Kurs der Daimler - Aktie wagt (WKN: DR7X5P), setzt ein anderer auf ein Ende des Kursfeuerwerks beim Wolfsburger VW-Konzern. Mittlerweile kostet eine Volkswagen - Aktie mehr als 200 Euro. Damit sind die Papiere mehr als sieben Mal so teuer wie noch vor vier Jahren. Der Vermögensprofi setzt dabei auf Reverse-Bonuszertifikate.

Solange das Absicherungsniveau des gekauften Reverse- Papiers (WKN: CB56ZW) bei 250 Euro nicht berührt oder überschritten wird, erzielt der Anleger zum Laufzeitende im Juli kommenden Jahres die Bonusrendite in Höhe von über 26 Prozent p.a.. Einen höheren Gewinn gibt es, wenn die VW-Aktie unter das Bonuslevel fällt, das bei 165,43 Euro liegt.

Denn das Absicherungsniveau bei Reverse- Bonus-Produkten liegt zum Emissionszeitpunkt über - nicht wie bei den normalen Bonuspapieren unter- dem Referenzkurs des Basiswerts. Damit reagiert das Zertifikat auf Kursbewegungendes Basiswerts tendenziell in die entgegengesetzte Richtung.

Georgios Kokologiannis ist Redakteur im Finanzteam des Handelsblatts, mit Sitz in Frankfurt am Main. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Düsseldorf mit Schwerpunkt auf Controlling und Marketingmanagement. Bereits während seiner Studienzeit wirkte der Diplom-Kaufmann erstmals an der Entwicklung des Handelsblatt-Onlineangebots mit. Seinen journalistischen Feinschliff erhielt der Kapitalmarktexperte an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Mit Geldanlage-Themen beschäftigt sich der Derivatespezialist für das Handelsblatt seit mehr als 17 Jahren. Dabei wurde er mit dem DDV-Preis für Wirtschaftsjournalisten ausgezeichnet und hat zuletzt vier Jahre lang das Musterportfolio der Redaktion verantwortet.
Georgios Kokologiannis
Handelsblatt / Finanzredakteur
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