Zertifikate-Strategie
Zweifelhafter Banken-Boom

Experten erwarten bei Banken nach dem überraschend guten ersten Halbjahr einen Rückschlag. Anleger können mit einem speziellen Short-Indexzertifikat davon profitieren.

In den ersten sechs Monaten 2009 haben viele internationale Großbanken zwar wieder gutes Geld verdient. Doch Experten trauen der Erholung nicht. Sie befürchten, dass der Rest des Jahres deutlich schwieriger werden könnte. Zu verdanken hatten die Banken den Aufschwung im ersten Halbjahr vor allem den guten Ergebnissen im Investment-Banking. Doch Analysten und Bankmanager glauben, dass die hohen Gewinne nicht von Dauer sein werden. Gleichzeitig sind andere Geschäftsbereiche noch nicht so weit, um einen Rückgang im Investment-Banking aufzufangen.

Denn die Folgewirkungen der Weltwirtschaftskrise sorgen für hohen Abschreibungsbedarf im Privat- und Firmenkundengeschäft. Großbanken wie HSBC, Barclays und Credit Suisse profitierten im ersten Halbjahr im Investment-Banking von einer Flut von Kapitalerhöhungen und Anleiheplatzierungen. Außerdem stützten steigende Volumina bei gleichzeitig hohen Margen im Geschäft mit einfach strukturierten Wertpapieren, dem "Flow Business", die Erträge. Doch diese günstige Konstellation ist nach Meinung vieler Experten nicht stabil.

Verluste in Gewinne umwandeln

Mit einem Indexzertifikat der Société Générale auf den Stoxx 600 Banks Short-Index können Anleger von einem erneuten Kursrutsch bei europäischen Bankaktien profitieren (WKN: SG0H31). Bei diesem Zertifikat wird nicht wie bei Reverse-Indexzertifikaten auf der Produktebene "geshortet" und der Indexverlust in einen Zertifikategewinn umgewandelt, sondern gleich im Index selbst.

Der Index spiegelt die Entwicklung des europäischen Bankenindex Stoxx 600 Banks gegenüber dem jeweiligen Vortag mit einem Hebel von nahezu minus eins ab. Fällt der Bankenindex beispielsweise während eines Handelstages um fünf Prozent, legt der Shortindex um rund fünf Prozent zu - und umgekehrt. Basierend auf den täglichen Schlusskursen des Stoxx 600 Banks wird der Hebel des ShortIndex immer wieder auf minus eins zurückgesetzt.

"Dadurch ist die spiegelverkehrt proportionale Entwicklung zum Branchenindex nahezu permanent gewährleistet - im Gegensatz zu klassischen Reverse-Indexzertifikaten, bei denen sich der Hebel fortlaufend ändert", sagt Peter Bösenberg, Zertifikate-Experte bei der Société Générale.

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