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Eon-Aktie vor der Trendwende?

Das Papier des Energiekonzerns bietet aus charttechnischer Sicht nicht nur spekulativen Anlegern eine Einstiegschance. Mit welchen Finanzprodukten Anleger auf Eon setzen und sie auch selbst finden können.
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Zentrale von Eon Ruhrgas in Essen: Nach der Vorlage der Geschäftszahlen hat sich der Aktienkurs stabilisiert. Quelle: dpa

Zentrale von Eon Ruhrgas in Essen: Nach der Vorlage der Geschäftszahlen hat sich der Aktienkurs stabilisiert.

(Foto: dpa)

DüsseldorfNachdem der Energieversorger Eon vor einigen Tagen seine Geschäftszahlen vorgelegt hat, stabilisiert sich der Aktienkurs. Offenbar erwarten Anleger keine negativen Überraschungen mehr. Zumal auch Eon-Chef Johannes Teyssen sich mit den bisherigen Fortschritten beim Verkauf von einzelnen Sparten des Konzerns zufrieden zeigt. Eon ist derzeit dabei, Teile seines Geschäftes abzustoßen um seine hohen Schulden zu reduzieren. Das ursprüngliche Ziel, dadurch 15 Milliarden Euro zu erlösen, habe der Konzern schon jetzt deutlich übertroffen – daher peile man nun 20 Milliarden Euro an.

Aus Sicht der Charttechnik bietet die Aktie spekulativen Anlegern nun die Chance auf eine mögliche Trendwende, meint Experte Gregor Bauer. „Dazu muss jedoch zunächst der Doppelboden abgeschlossen werden, der sich zurzeit im Tief um zwölf Euro bildet“, erläutert der Chartanalyst. Seiner Meinung nach sollte der Einstieg daher erst beim Ausbruch über den Widerstandsbereich, also ab 13 Euro erfolgen.

„Nach den Quartalszahlen muss jetzt zunächst frisches Geld in die Aktie fließen, um den begonnenen Aufwärtsimpuls fortzusetzen“, erläutert Bauer.  Kurzfristig orientierte Trader können seiner Ansicht nach mit einem hohen Hebel auch auf einen Abprall nach oben setzen. „Aber erst, wenn der Kurs an der Unterseite um zwölf Euro wieder nach oben dreht“, sagt der Charttechniker. Das Kursziel liegt dann bei 13 Euro.

Neben Optionsscheinen und Mini-Future können Anleger auch mit Faktorzertifikaten auf Kursanstiege setzen. Diese Produkte besitzen im Gegensatz zu anderen spekulativen Derivaten keine Knock-Out-Schwelle, an der das Investment wertlos verfällt.

Faktorzertifikate sind für trendstarke Situationen geeignet, nicht für Seitwärtsphasen. Den höchsten Hebel bietet das Produkt der Commerzbank (WKN: CZ6SNS), das Gewinne mit dem Faktor fünf hebelt. Verluste natürlich auch.

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7 Kommentare zu "Zertifikate-Suche: Eon-Aktie vor der Trendwende?"

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  • Also Jungs, Ihr macht mir vielleicht Spass. Nach der Wahl kehrt plötzlich die Vernunft in die Politik zurück und die Politiker entdecken ihre Liebe zu den Versorgern?

    Mag ja sein, dass die Versorger ähnlich systemrelevant sind wie die Banken, aber sie haben eindeutig keine vergleichbar gute Lobby. Tatsache ist doch, dass die Politiker ihren Saugrüssel seit ein paar Jahren in die fetten Kassen der Versorger gesteckt haben, so nach dem Motto: Lieber die Strompreise erhöhen als die Steuern. Lieber die Versorger hinsiechen lassen als die Staatskasse. Was soll die Wahl denn daran ändern?

    Falls die deutschen Versorger aus irgend einem Grunde noch mal auf einen Grünen Zweig kämen, kann man getrost darauf wetten, dass die Mehreinnahmen umgehend von der Politik wieder abgeschöpft werden. Der Umwelt zu liebe, ist doch klar :-))

    Nee, wer mit Versorgern schnelles Geld machen will, dem schlage ich einen anderen Deal vor: Short RWE, wenn das Papier jetzt im September aus dem STOXX und damit auch aus etlichen Fonds fliegt. Wer´s richtig anstellt, kann mit der Masche genug Geld machen, damit er sich hinterher noch eine E.ON-Aktie übers Klo hängen kann.

  • @Antiillusionist

    Also gut, überzeugt. Wenn die Frau von Storch Bundeskanzlerin wird, gehe ich long EON ;-)

    Nein, Spass beiseite: Natürlich kann man zu jeder Aktie auch einen Bullencase bauen. Wird ja auch bei der EON seit Jahren immer Wieder versucht. Warum auch nicht? An jedem Handel nimmt ja immer auch ein Bulle Teil.

    Wer spekulatives Geld übrig hat und meint, er hätte jetzt als Erster die Bodenbildung gespottet (so wie der Herr Röder), darf sich von mir aus gerne vor den Zug leben um mal zu sehen, was dann passiert. Mancher soll mit einem Lottozettel schon reich geworden sein, behauptet jedenfalls die Lottogesellschaft.

    Aber bitte, bitte, liebe Familienväter: Bloss nicht Muttis Haushaltsersparnisse in die EON stecken, weil es so schön wäre, im Kegelklub erzählen zu können, dass man sich das Ding genau am Tiefpunkt ins Depot gelegt hat.

    Soooo liebevoll verwöhnt Mrs. Börse uns leider nur in unseren Träumen...

  • @eagleowl
    Das Management ist auch nicht dazu da, den Trend des Börsenkurses zu beeinflussen. Wäre ja noch schöner. Es soll gefälligst den Geschäftsgang durch vernünftige Steuerung beeinflussen.
    Den Kurstrend beeinflussen wir dann schon selbst....

  • Die Versorger sind ähnlich systemrelevant wie die Deutsche Bank und ich bin mir sicher, dass sie nach den Wahlen wieder erhebliche Gewinne einfahren werden. Allerdings sind da noch die Altlasten aus den AKW, die die Bilanzen verwässern könnten. Aber der Steuerzahler wird's schon richten – die Aktionäre sicher nicht.

  • " Aus Sicht der Charttechnik " ist das Papier tot. Seit 2007 geht der Kurs bergab. Vor zwei Tagen wurde wieder einmal ein Verkaufssignal gebildet. Waehrend bei anderen Firmen seit 2009 die Kurse sich massiv verbesserten, ging es bei E.ON stetig nach Sueden. Das Management war nicht in der Lage oder Willens den Trend zu beeinflussen. Das Papier hat massiv Probleme und da ist keinerlei Phantasie. Wo soll ein Kurs von 13 Euros herkommen? Wie kann man ein derartiges Papier empfehlen? Oder der Autor weiss etwas was wir nicht wissen.....

  • @ Urias001

    Ich denke, so einfach ist es nicht. Lassen wir einmal die Charttechnik beseite. Ich schaue ja auch nicht in den Rückspiegel, wenn ich das Auto um die vor mir liegende Kurve lenken muss.

    Betrachten wir statt dessen die Rahmenbedingungen. Man muss einfach sehen, dass die Versorger wegen der "Energiewende" und insbesondere wegen des EEG in Schwierigkeiten sind. Nun haben alle Parteien angekündigt, dass sie sofort nach der Wahl das EEG von Grund auf renovieren wollen. Die AfD verlangt, die Finanzierung der "erneuerbaren" Energieen nicht mehr über den Preis, sondern durch Steuermittel zu organisieren. Frau von Storch von der AfD fordert sogar die Abschaffung des EEG (was das einzig Vernünftige wäre).

    Die Altparteien lassen sich bisher nicht in die Karten gucken, weil sie keine Wählergruppen verprellen wollen. Man kann aber davon ausgehen, dass auch sie ein Zurückfahren des EEG wollen. Die Realität, nämlich die unaufhaltsame Strompreisexplosion, die auf Konto des EEG geht, wird m.E. ein ganz radikales Zurückfahren dieses Nonsensegesetzes erzwingen.

    Mit anderen Worten: Das Würgeeisen, das die Politik den Versorgern um den Hals gelegt hat, wird gelockert und vermutlich sogar ganz entfernt werden. Man wird der Vernunft und den Gesetzen der Physik wieder eine Chance geben, weil es nicht anders geht. Das sollte den Versorgern eine allmähliche Rückkehr zu alter Stärke ermöglichen.

    Ich räume ein, dass das eine Spekulation auf eine Rückkehr der Politik zur Vernunft ist. So etwas soll ja vorkommen, wenn die Not zu groß geworden ist. Aber es ist m.E. eine durchaus begründete Spekulation.

  • Schon wieder so eine Looseraktie, die in die Privatdepots gepusht werden soll.

    "Aus Sicht der Charttechnik" ist die EON seit Jahren in einem einwandfreien, ungebrochenen Abwärtstrend, und das aus sehr guten Gründen. Wozu jetzt die Aufforderung, sich mutig unter das fallende Messer zu legen?

    Hört doch endlich mal auf, die Leute ständig für dumm zu verkaufen. 90% der Aktien im DAX und MDAX sind eine bessere Wahl als die EON. Und das ist ungelogen.

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