Zertifikate
Wette gegen die Halbierung

So genannte Relax-Zertifikate sind derzeit der Renner: Gleich drei Emittenten bieten derartige Produkte an - allerdings mit einigen Unterschieden. Anleger erzielen damit zweistelligen Renditen, falls keine der drei Dax-Aktien um 50 Prozent fällt.

Bei diesen Zertifikaten erhalten Anleger alle 13 Monate einen Ertrag in zweistelliger Prozenthöhe, falls keiner der drei Dax-Werte aus dem Aktienkorb während der Laufzeit die Sicherheitsschwelle von 50 Prozent gegenüber dem Startniveau reißt. Am Laufzeitende wird dann das Produkt samt Kupon zurückbezahlt - unter der Bedingung, dass die 50-prozentige Sicherheitsschwelle gehalten hat. Wenn allerdings diese Schwelle von einer Aktie während der Laufzeit einmal gerissen wurde, orientiert sich die Rückzahlung an der Wertentwicklung des Wertpapiers mit der schlechtesten Performance - egal welcher Titel unterhalb des Sicherheitspuffers notiert hat.

Wie in der Zertifikate-Branche üblich, gibt es auch gleich drei verschieden Namen: Aktienrelax heißt es bei der HSH Nordbank (WKN: HSH2E7), Relax Bonus bei der Hypo-Vereinsbank (WKN: HV16FU) - was bei den unterschiedlichen Auszahlungsstrukturen noch verständlich wäre. Aus dem Rahmen fällt die die Top-10-Anleihe der Bayern LB (WKN: BLB20B4), die fast identisch mit dem HVB-Produkt ist. Den höchsten jährlichen Kupon bietet das Produkt der HSH Nordbank mit einem Kupon von elf Prozent, was inklusive Ausgabeufschlag einer Rendite p.a. von mehr als neun Prozent entspricht , wenn das Produkt bereits nach 13 Monaten zurückbezahlt wird. Denn das Produkt hat im Gegensatz zu den anderen eine Express-Struktur. Das bedeutet: Wenn alle drei Werte an einem Stichtag über dem Ausgangsniveau liegen, erhält der Investor das Produkt zum Nennwert inklusive dem elfprozentigen Kupon sofort zurück. Falls das Produkt erst zum Laufzeitende zurückbezahlt wird, winkt eine Rendite von 8,8 Prozent

Wie hoch ist das Risiko, dass eine Aktie aus dem HSH-Korb (Allianz, Bayer und Siemens) die Sicherheitsschwelle von 50 Prozent reißt? Sowohl die Allianz - als auch die Siemens-Aktie notierten zuletzt Mitte 2003 um die Hälfte niedriger und haben sich in der Folge parallel zum Börsenaufschwung verhalten. Anders bei Bayer: Die Aktie brauchte angesichts der negativen Schlagzeilen rund um das Medikament Lipobay länger, um den Aufschwung mitzumachen und lag noch Mitte 2004 gegenüber dem heutigen Werte um die Hälfte niedriger.

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