Zinsloses Darlehen vom Fiskus – mit Aktienanleihen
Steueroptimierung zum Jahresende

Pünktlich zum Jahresende treten die üblichen Fragen auf, wie man jetzt steuerlich optimal disponieren sollte. Die Antwort kann nur lauten – gar nicht. Rein steuerlich motivierte Anlageentscheidungen sind häufig ein Schlag ins Wasser, was viele Investoren bestätigen können, die sich in den vergangenen Jahren „auf den letzten Drücker“ an Windparks, Medienfonds oder Immobilien-Projekten beteiligt haben.

DÜSSELDORF. Natürlich gibt es im Dschungel der Steuersparmodelle durchaus einige lukrative Gelegenheiten, doch das meiste, was einem in diesen Tagen so an Offerten ins Haus flattert, ist ähnlich „auf Kante genäht“ wie Hans Eichels Bundeshaushalt. Getreu dem Motto „Excel macht die meisten Millionäre“ sind viele Musterrechnungen dermaßen euphorisch, dass man für die eilige Vertragsunterzeichnung neben Geld und Spitzensteuersatz auch noch eine gehörige Portion Gottvertrauen braucht. Wenn Sie trotzdem ein Engagement planen, bedenken Sie also bitte: Alles, was sich nur nach Steuern wirklich rechnet, vor Steuern hingegen nur maue Renditen abwirft, gehört in den Abfalleimer statt ins Depot.

Aktienanleihen: Steuerprolongation durch Stückzinsen

Gleichwohl spricht nichts dagegen, sich nach Möglichkeiten umzusehen, um die persönliche Situation mit steuerlichem Gestaltungsspielraum in Einklang zu bringen. Immer wieder interessant sind vor diesem Hintergrund Aktienanleihen – die Schwestern der Discount-Zertifikate, bei denen die Kompensation für das nach oben begrenzte Gewinnpotential nicht über einen verbilligten Einstiegskurs, sondern in Form eines deutlich über dem Marktniveau liegenden Zinskupons erfolgt. Da die Zinsen nur einmal jährlich zur Auszahlung kommen, werden beim Ankauf (wie bei allen anderen Rentenpapieren auch) so genannte Stückzinsen fällig. Zusätzlich zum Kurswert muss man die Tageszinsen für den seit dem letzten Zinstermin verstrichenen Zeitraum im Voraus zahlen, um dann beim nächsten Termin den vollen Jahreskupon vereinnahmen zu können. Von Vorteil ist dieser Mechanismus für Anleger, die im laufenden Jahr noch steuerliche Aufwendungen generieren wollen – die jetzt anfallenden Stückzinsen können in der Steuererklärung für 2003 gewinnmindernd angesetzt werden, so dass die Steuerschuld komplett ins Jahr 2004 verschoben wird.

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