Anlageprodukte
Die richtige Strategie für jede Börsenphase

Der Börsencrash hat viele Aktionäre auf dem falschen Fuß erwischt. Auch der Dax musste kräftig Federn lassen. Die Frage ist: Welche Instrumente sind nun am besten geeignet? Die passenden Produkte für vier Szenarien.
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FrankfurtZertifikate sind deutlich besser als ihr Ruf. Das zeigt sich ausgerechnet in der aktuellen Krise. Die meisten Anlagezertifikate haben in den beiden zurückliegenden Wochen zwar an Wert verloren. Das war nicht sonderlich überraschend. Erstaunlich ist jedoch, wie gut sie bisher im Vergleich zu Aktien abgeschnitten haben.

Ablesen lässt sich das an den Scoach Zertifikateindizes, die die durchschnittliche Entwicklung verschiedener Zertifikatetypen wiedergeben, die als Basiswert den Euro Stoxx 50 haben. Und da zeigt sich: Während der europäische Aktienindex in den kritischen Tagen vom 22. Juli bis 12. August rund 17 Prozent an Wert verloren hat, gab der Kapitalschutz-Index kaum nach, Discountzertifikate verloren durchschnittlich nur 7,5 Prozent. Und sogar Bonuszertifikate auf den Euro Stoxx 50 verloren im Durchschnitt weniger als der Index selbst.

Discountzertifikate, die vor kurzem kaum noch Renditeaussichten boten, sind plötzlich preiswert, und viele Outperformance-Zertifikate, deren Basispreis vor zwei Wochen noch nah am aktuellen Kurs ihres Basiswertes lag, sind heute sehr weit davon entfernt, überproportionale Gewinne zu erzielen. Anleger sind deshalb gut beraten, die Situation neu zu bewerten und ihr Depot an die veränderten Bedingungen nach dem jüngsten Aktiencrash anzupassen.

Das Problem dabei: Eine treffsichere Prognose für die Entwicklung in den kommenden Wochen und Monaten ist kaum möglich. Die Kursschwankungen der vergangenen Tage gaben einen Eindruck davon, wie sich die Börse verhält, wenn das Geschehen abwechselnd von Gerüchten, Dementis, Gier und Panik getrieben wird. Das ist auch für die kommenden Wochen nicht ausgeschlossen.

Kommentare zu " Anlageprodukte: Die richtige Strategie für jede Börsenphase"

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  • Warum Giftpapiere kaufen?
    Je komplizierter, um so mehr giftig
    um so mehr verdient die Bank.

    Im Moment einfach shorten.
    Geht ganz einfach, wenn man nicht einem dt. Broker in die Hände gefallen ist.

    Es gibt genug (nichtdt.) Broker auf der Welt.

  • Zertifikate werden von Banken emittiert. Wer ein solches Zertifikat kauft, geht mit der Bank gewissermaßen eine Wette ein auf ein bestimmtes Ergebnis. Besteht dann nicht die Gefahr, dass die Bank das Ergebnis manipulieren will, damit sie die Wette gewinnt? Z.B. könnte die Bank evtl. die Volatilität erhöhen.

  • Lieber Finanzjournalist, schon mal was von einem Emittentenrisiko gehört? Eben. Und im übrigen ist keine Prognose mehr Wert als 50 Prozent. Unter www.fonds-etf.de findet sich beispielhaft, wie Anleger dennoch sinnvoll anlegen können. Provisionsfrei.

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