Bonitätsrisiko
Das Geschäft mit der Angst

Drei Jahre nach Lehman wächst die Angst vor einer neuen Bankenpleite. Am Zertifikatemarkt werden böse Erinnerungen wach. Doch nicht alle Anleger haben Angst, einige Investoren machen sich die Verunsicherung zu Nutze.
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DüsseldorfEs herrscht Alarmstimmung an den Märkten und in der Bankenwelt. Das Misstrauen gegenüber der Branche wächst, das zeigen die abgestürzten Aktienkurse, die sinkenden Ratings und vor allem die hohen Prämien für Kreditausfallversicherungen. Diese sogenannten Credit Default Swaps (CDS) sind eigentlich ein Instrument für professionelle Anleger, um Kreditausfallrisiken abzusichern. Derzeit müssen sie für eine solche Versicherung rekordverdächtige Summen zahlen.

Die CDS zeigen aber auch, bei welchen Häusern der Markt Bonitätsprobleme sieht. Zertifikate-Anleger starren deshalb derzeit gebannt auf diese Panik-Indikatoren. „Investoren achten verstärkt auf die Bonität der Anbieter“, sagt Lars Brandau, Geschäftsführer des Deutschen Derivate Verbandes (DDV). „Da es sich bei Zertifikaten genauso wie bei Anleihen um Schuldverschreibungen handelt, ist die Bonität ein wichtiges Kriterium für die Anlageentscheidung.“

Im Falle einer Pleite des Emittenten würden die Papiere wertlos verfallen. Die Übersichten über Ratings und die CDS der Emittenten gehören zu den am häufigsten besuchten Seiten des DDV im Internet. Auch die Zertifikate-Anbieter berichten, dass Anleger vermehrt anrufen, um sich über Bonitätsrisiken zu informieren. „Investoren sind sich des Emittentenrisikos durchaus bewusst“, sagt Heiko Geiger von Vontobel. Die Erfahrung aus der Lehman-Pleite sitzt noch tief: Damals verloren rund 50.000 Anleger einen Großteil ihres Geldes, weil ihre Lehman-Zertifikate gemeinsam mit der Bank Schiffbruch erlitten.

Drei Jahre nach Lehman ist die Angst vor der Pleite eines Zertifikateanbieters zurück. Die CDS liegen so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr, bei einigen Banken sogar höher. Die Société Générale kommt nach Angaben des DDV beispielsweise auf einen Wert von stolzen 380 Basispunkten, die Royal Bank of Scotland sogar auf 386 Basispunkte. Zum Vergleich: Die CDS der Deutschen Bank liegen bei knapp 200 Basispunkten – und auch das ist nicht gerade wenig.

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Schwächere Bonität, bessere Preise

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  • Als politisch Verantwortlicher hätte ich schon neue bunte Papierschnipsel entwerfen lassen, und die Druckerpressen würden schon laufen. Dann werden die Scheinchen gleichmäßig verteilt, und auf Los gehts von vorne los. Alles wir gut.

  • Die Banken buhlen mit besseren Konditionen um das Geld der Anleger. Nur heute im Angebot: Lehman-Zertifikate für alle.
    Die verzweifelten Versuche der Bankster, weiterhin die breite Masse ehrlicher Bürger zu plündern hat seinen Grund:
    Der US-Gewerbeimmobilienmarkt, 4-mal so groß wie der Wohnimmobilienmarkt, mit einem Volumen von über 5 Bio. $ an Hypothekendarlehen, von denen die deutschen Banken die meisten in ihren Büchern haben – noch zum Wert von 2007!!
    Allein die Aktualisierung der Bücher hätte den sofortigen Kollaps fast aller deutschen Bankster zur Folge!

    +++ 18,2 Billionen Euro faule Werte vergiften europäische Banken +++
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/453406/182-Billionen-Euro-faule-Werte-vergiften-europaeische-Banken?from=gl.home_Wirtschaft
    Nur durch die Änderung des Bilanzrechts wurden die Bankster 2008 vor dem Kollaps bewahrt. Im Quartalsbericht der BIZ vom Juni 2008 geht hervor, dass die Bankster weltweit auf ca.600 Billionen Dollar absolut wertloser Papierschnipsel sitzen, aus den Bilanzen ausgelagert, um sie vor dem sofortigem Kollaps zu bewahren. http://www.bis.org/press/p080609_de.pdf

    Was wir seit 3 Jahren in der Presse zu lesen bekommen sind nur Nebenschauplätze, die vom tatsächlichem Problem ablenken sollen – bis ....
    Noch ist dafür Zeit, sein Vermögen günstig und sicher in Edelmetalle und Rohstoffe umzuschichten.

    Die Alternative wäre: Lehman-Zertifikate für alle ...

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