Edelmetalle
Silber feiert ein Comeback

Anleger horten in ihren Tresoren so viel Silber wie noch nie zuvor. Der Preis des Edelmetalls fällt seit Monaten, dennoch bleibt es begehrt. Wie Investoren nun auf eine mögliche Preiswende setzen können.
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Die Münchener Edelmetall- & Rohstoffmesse Anfang November gab einen Eindruck davon, wie private Anleger derzeit ticken. Um die Stände, an denen Gold und Silber verkauft wurden, drängten sich Menschentrauben.

Münzen und Barren gingen Kiloweise über die Tresen. Insbesondere Silbermünzen waren gefragt: Sie sind preiswerter als Gold und lassen sich im Fall der Fälle – wenn Papiergeld vielleicht eines Tages nichts mehr wert sein sollte – leichter „versilbern“.

Silber als Hort der Sicherheit und als Krisenwährung – das mutet skurril an angesichts der Preisentwicklung in den vergangenen drei Jahren. Investoren machten mit dem Anlageobjekt Silber im April 2011 keine guten Erfahrungen: Damals stürzte der Silberpreis innerhalb weniger Tage von fast 50 auf 33 US-Dollar ab.

Ein Grund für den kurzzeitigen Silber-Crash war unter anderem eine Verschärfung der Handelsregeln an der New Yorker Terminbörse Comex: Die zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen, die sogenannten Margins, für den Silberhandel wurden damals von einem auf den anderen Tag deutlich erhöht. Dies führte dazu, dass Marktteilnehmer mit gleicher Liquidität weniger Silberkontrakte halten konnten und daher Positionen verkaufen mussten.

Von dieser technischen Zäsur hat sich der Handel mit dem Edelmetall bis heute de facto nicht mehr erholt. Zwar stieg der Kurs in den folgenden Monaten nach dem Silber-Crash noch einmal auf fast 44 US-Dollar. Doch seitdem schaukelte sich der Preis für eine Unze Silber (31,1 Gramm) immer weiter abwärts.

Heute liegt der Silberpreis bei weniger als 20 US-Dollar pro Unze. Wer beim Höchststand vor zweieinhalb Jahren Silber gekauft hat, hat sein angelegtes Kapital damit mehr als halbiert. Glänzende Geschäfte sehen anders aus.

Kommentare zu " Edelmetalle: Silber feiert ein Comeback"

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  • @Inflate_Or_Die

    Richtig!

    Jede Währung die auf Schulden basiert und verzinst wird hat ein Verfallsdatum!

    Warum?

    Weil am Ende keiner mehr die Zinsen an die int. Bankster zahlen kann!

    Das 1x1 des Schuldgeldsystem der int. Bankster:

    Geld entsteht nur über Kredit!

    Geld = Schuld

    Bsp. Sie gehen zu einem Bankster und bekommen einen Kredit über 1000 Euro/Dollar/Yen.
    Somit wurden eben 1000 Euro/Dollar/Yen aus dem NICHTS geschaffen.

    Jeder Euro/Dollar/Yen der im Umlauf ist, wurde den Staaten, Unternehmen und Menschen nur geliehen, und muss plus Zinsen an die int. Bankster zurückgezahlt werden!

    Problem Zins / Zinseszins:

    Bsp.

    Die Gesamtgeldmenge X wird im Durchschnitt im Jahr mit 5% verzinst.
    Am Ende des Jahres ist die Geldmenge um +5% gewachsen.
    Wie sie oben erfahren haben entsteht Geld aber nur über Kredit, was bedeutet das für die jährlich anfallenden Zinsen?

    Das die int. Bankster jedes Jahr neue Schuldner finden müssen, die sich verschulden um die Zinsen (Neues Geld) zu schaffen!

    Verstehen Sie jetzt warum alle Notenbanken die Zinsen so niedrig halten bzw. halten müssen?
    Wir sind am Ende der Verschuldung angekommen!

    Spanien musste 2012 ganze 29.000.000.0000 Euro an ZINSEN an die int. Bankster zahlen!
    80.000.000 Euro täglich!

    Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken und Versicherungen!
    (Die Versicherungs AGs gehören auch den int. Bankstern)

    Das Problem, an dem die gesamte Welt krankt, heißt verzinstes "Schuldgeldsystem" der int. Bankster!

    Privatbanken haben das GELDMONOPOL und schaffen Schuldgeld (per Kredit) aus dem NICHTS und verschulden bzw. versklaven damit die ganze Menschheit!

    "So ist unser Geldsystem. Gäbe es keine Schulden, gäbe es kein Geld!" (Marriner Eccles, Präsident des privaten Federal Reserve Systems, am 30. September 1941)

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen.

  • @ Twinsearcher

    Die "Dividende" besteht auch darin dass das vor 100 Jahren eingelagerte Silber nicht durch 2 Währungsreformen entwertet wurde. Dass es nicht durch Gestapo oder Stasi beschlagnahmt wurde. Dass es nicht wie bei einer Bodenreform umverteilt oder bei einer Bombardierung zerstört wurde.

  • Papiergeld kommt und geht - Gold und Silber bleiben.
    Daher ist es auch IRRSINNIG, als Sparer buchhalterisch den beiden Metallen ständig einen Papierpreis zuzuordnen.
    Buchwertverluste in Papiergeld tangieren daher auch nur Spekulanten.
    Der Gold- und Silbersparer kennt die Langfrist-Perspektive von Papiergeld, und die hat bereits Voltaire auf den Punkt gebracht. Sehr anschaulich auch in diesem Chart zu erkennen (wenn man denn nicht total verblendet ist):
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=256202

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