Hebelzertifikate
Wie Börsenspekulanten jetzt auf maximale Rendite setzen

Als Reaktion auf die schwankenden Börsenkurse setzen viele Anleger auf Hebelzertifikate. Diese bieten in Crash-Zeiten einerseits eine Chance auf hohe, kurzfristige Renditen. Doch die Risiken dieser Produkte sind enorm.

UnkelDas schnelle Auf und Ab der Börsen bietet ein ideales Umfeld für den Einsatz von Hebelzertifikaten. Der Chance auf schnelle, hohe Gewinne stehen aber auch enorme Risiken gegenüber.

Der Dax hat seit knapp zwei Wochen fast ununterbrochen an Wert verloren. Weltweit ist die Volatilität der Aktienmärkte extrem hoch. „Es fühlt sich fast so an wie im September 2008“, sagt Peter Bösenberg von der Großbank Société Générale. Damals war die Bank Lehman Brothers pleitegegangen.

In der Folge stürzten die Kurse an den Finanzmärkten ins Bodenlose. Erstaunt ist der Banker allerdings über das Verhalten der Trader, die in den vergangenen Tagen ihr Glück mit dem Einsatz von Hebelzertifikaten versuchten. „Die meisten der eingesetzten Zertifikate sind Long-Produkte, viele mit großem Hebel. Die Anleger setzen also auf eine Trendumkehr und hoffen auf einen schnellen Kursanstieg“, so Bösenberg. Die Folge: Viele Anleger haben mit Hebelzertifikaten in den vergangenen Tagen ordentlich Geld verloren.

Dabei können diese Finanzprodukte gerade in Crash-Zeiten ihre Stärke ausspielen: Mit ihnen können Anleger nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Börsenkurse setzen. Gewinne lassen sich dann sogar schneller erzielen als in Hausse-Zeiten. „Wenn die Börsenkurse sinken, dann fallen sie erfahrungsgemäß schneller, als sie in Hausse-Zeiten steigen. Panik ist offensichtlich ansteckender als Gier“, sagt Mathias Schölzel von der Deutschen Bank.

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Hebelprodukte reagieren sehr sensibel

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