Themenzertifikate

Kein Trend ohne Zertifikat

Wenn es darum geht, aktuelle Trends und Themen in Anlageprodukte zu verpacken, hat die Zertifikatebranche in den vergangenen Jahren selten gezögert. Vorsicht ist bei den Papieren allerdings angesagt: Nicht nur, dass Trends schnell drehen können. Auch in Sachen Rendite können längst nicht alle Themenzertifikate überzeugen.
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Umweltverschmutzung und Klimawandel: Auch dieses Thema diente als Grundlage für zahlreiche Zertifikate. Quelle: Handelsblatt

Umweltverschmutzung und Klimawandel: Auch dieses Thema diente als Grundlage für zahlreiche Zertifikate.

(Foto: Handelsblatt)

Basket- und Themenzertifikate gehören wie Indexzertifikate zu den sogenannten Partizipationsprodukten. Auch bei Basketzertifikaten partizipieren Anleger eins zu eins an der Wertentwicklung des Basiswertes. Bei diesem handelt es sich allerdings in der Regel nicht um einen bekannten und öffentlich zugänglichen Index, sondern meist um einen Aktienkorb, über dessen Zusammensetzung der jeweilige Emittent entscheidet.

Grundsätzlich können Basketzertifikate jede Kombination von Aktien abbilden. In der Realität haben die meisten Körbe aber eine thematische Klammer. Das Angebot reicht von Zertifikaten auf Auto- oder Technologieaktien über Produkte auf dividendenstarke Werte bis hin zu Papieren zu Trendthemen wie Nachhaltigkeit. Häufig werden Basketzertifikate daher auch als Themenzertifikate bezeichnet.

Im Vergleich zu Indexzertifikaten haben Basketprodukte den Nachteil, dass ihre Kurse vom Emittenten festgesetzt werden und somit schwerer nachvollzogen werden können. Auch bei den Gebühren schneiden Anleger schlechter ab, da häufig neben einem Preisaufschlag beim Kauf der Zertifikate auch noch jährliche Managementgebühren für die Verwaltung des Aktienkorbes anfallen.

Dabei hält sich die Managementleistung bei den meisten Produkten in Grenzen. In der Regel werden die Aktienkörbe nur selten angepasst. Meist gibt es feste Anpassungstermine, die je nach Produkt jährlich, halbjährlich oder quartalsweise anstehen. Einige ältere Zertifikate verzichten sogar ganz auf Änderungen des Aktienkorbes. Gerade in turbulenten Börsenphasen kann dieser Mangel an Flexibilität Anleger teuer zu stehen kommen.

Auch beim Thema Dividenden gehen längst nicht alle Anbieter einen anlegerfreundlichen Weg. Zusätzlich zum Spread und den Verwaltungsgebühren streichen manche Emittenten nämlich auch die Dividenden der einzelnen Aktien ein. Dabei fanden sich lange Zeit in den Baskets zum Teil auffällig viele Aktien mit hoher Dividendenrendite.

Inzwischen hat sich das Bild aber gewandelt. Neuere Basketzertifikate bieten in der Regel fairere Bedingungen für Anleger. Wobei der Produkttyp insgesamt klar auf dem Rückzug ist. Moderne Themenzertifikate beziehen sich meist nicht mehr auf Aktienkörbe, sondern auf speziell konstruierte Indizes. Diese sind nach festen und damit transparenten Regeln zusammengesetzt sind und werden entweder von den Emittenten selbst oder von spezialisierten Indexanbietern kontinuierlich berechnet und veröffentlicht.

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