Turbulente Börsen
Wie man sich gegen einen Kursrutsch absichert

Der Dax steigt und steigt. Doch wie lange noch? Wer der Rally nicht traut, kann Vorkehrungen treffen. So sind auch in Zeiten ohne Kurssprünge ordentliche Renditen drin.
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FrankfurtEs herrscht Anlagenotstand bei Deutschlands Investoren: Sichere Anlagen wie Tages- und Festgeld oder Bundesanleihen werfen kaum noch Zinsen ab. Und Bonds solider Unternehmen, die lange Zeit als renditeträchtigere Alternative für konservative Anleger galten, sind längst kein Geheimtipp mehr - und entsprechend teuer. Wohin also mit dem Ersparten? Zwar sind sich Profis einig: Langfristig führt an Aktien kein Weg mehr vorbei. So glaubt Aktienstratege Ken Van Weyenberg von der Fondsgesellschaft Dexia Asset Management: „Wer sich heute für eine langfristige Anlage in Aktien entscheidet, wird dies in den nächsten Jahren vermutlich nicht bereuen.“ Doch nach zuletzt kräftigen Kursgewinnen sind viele Investoren misstrauisch geworden: So brach der Aktienumsatz an der Börse Frankfurt im August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über fünfzig Prozent auf 84 Milliarden Euro ein - trotz Sommerrally.

Auf mittlere Sicht teilen Experten die Skepsis der Anleger. So gehen die Chefanalysten von BayernLB, Helaba, Dekabank, LBBW und NordLB davon aus, dass sich der Aufwärtstrend deutlich abschwächen wird: Nachdem sich die Aktienmärkte seit Anfang Juni deutlich erholt hätten, „werden die europäische Staatsschuldenkrise, die konjunkturelle Schwäche im Euro-Raum, die gedämpfte Weltkonjunktur und deren negative Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne wieder zunehmend zu Belastungsfaktoren für weitere Kursgewinne“. So die Experten in einer gemeinsamen Erklärung vergangene Woche. Daher seien Seitwärtsbewegungen an den Börsen mit zwischenzeitlichen Kursrückgängen wahrscheinlich.

Eigentlich ein ideales Szenario für Anlagezertifikate: Gilt es doch als Vorteil der Produkte, dass sie auch dann, wenn die Märkte eine Verschnaufpause einlegen, Erträge liefern können. „Solche 'Seitwärtsrenditen' ermöglichen beispielsweise Bonuszertifikate, die als defensivere Alternative zu einem Direktinvestment in Aktien dem Depot beigemischt werden können“, sagt Dominik Auricht, Derivate-Experte bei Hypo-Vereinsbank Onemarkets. Die Funktionsweise: Solange der Kurs des Basiswerts - das kann zum Beispiel eine Aktie oder ein Börsenindex sein - während der Laufzeit des Zertifikats nie bis auf ein festgelegtes Kursniveau fällt, gibt es eine Mindestrendite. Gleichzeitig profitiert der Käufer von weiter steigenden Aktien- oder Indexständen unbegrenzt.

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Defensive Alternative zu Aktien

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