Versicherung, Fonds, Sparkonten: Rote Karte für Schrott-Investments

Versicherung, Fonds, Sparkonten
Rote Karte für Schrott-Investments

Jedes Jahr verlieren Anleger Milliarden wegen schlechter Finanzberatung. Ein neuer Ratgeber zeigt, woran Kunden schlechte Produkte erkennen und was Investoren tun können, wenn ihre Anlage floppt.
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Sichere Traumrendite plus Klimaschutz: Der jüngste Schmäh der Finanzvermittler heißt „Energiewende“, informiert die Verbraucherzentrale NRW. Die Anlagevehikel sind Genussrechte, Anleihen, stille Beteiligungen oder Genossenschaftsanteile, die kaum zu verkaufen sind, sollte das Projekt in eine Krise geraten. Dennoch werben Anbieter damit, dass die Rendite der Sparer gesetzlich garantiert sei.

Garantiert werde den Betreibern der Anlagen aber nur der Strompreis, wenn sie ans Netz gehen. Zuvor tragen Anleger jedoch das Risiko, das Projekte scheitern. Und wie viel ihnen danach von den Stromeinnahmen zufließt, hängt von vielen Faktoren ab.

Lückenhafte Informationen und windige Angebote wie diese zeigen nur die Auswüchse schlechter Produkte und schlechter Beratung. Tag für Tag rufen hunderte verzweifelter Anleger in den Verbraucherzentralen an, die mit Investitionen Verluste erlitten haben. Egal ob geschlossene Fonds, Lebensversicherung, Sparbriefe oder börsengehandelte Wertpapiere: „Viele haben Verluste erlitten und wollen von uns wissen, was sie tun können, um den Schaden zu begrenzen,“ sagt Annabel Oelmann, Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale NRW.

Denn allein auf Grund von schlechter Finanzberatung entsteht Anlegern jährlich ein Schaden von 20 bis 30 Milliarden Euro! So werden 50 bis 80 Prozent der langfristigen Anlagen und Lebensversicherungspolicen vorzeitig und damit in der Regel mit Verlust gekündigt. Dieses Ergebnis zeigt eine Studie, die das Bundesministerium für Verbraucherschutz 2008 veröffentlichte.

Für Anleger ist es höchste Zeit, die Verantwortung für die Geldanlage wieder stärker in die eigene Hand zu nehmen. Ein neues Buch hilft dabei. Der Ratgeber „Schadensfall Geldanlage“ von der Verbraucherzentrale NRW berät Anleger, zu beurteilen, ob sie Produkte halten oder abstoßen sollen. Die Autoren Dörte Jochims und Jens Hagen, die regelmäßig auch bei Handelsblatt Online veröffentlichen, zeigen auf, was bei einem Ausstieg oder einer Kündigung zu beachten ist oder welche und ob Alternativen dazu bestehen.

Anleger erfahren zudem, wie die Chancen stehen, Schadensersatz geltend zu machen, wo sie jeweils erste Informationen zu den Produkten finden und an welche unabhängige Experten sie sich wenden können. In Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW erklärt Handelsblatt Online Knackpunkte bei den beliebtesten Anlageprodukte der Deutschen.

Kommentare zu " Versicherung, Fonds, Sparkonten: Rote Karte für Schrott-Investments"

Alle Kommentare
  • So so, ein Ratgeber sagt mir, warum Ratgeber schlecht sind.

    Klingt nach einer guten Idee.

  • ...
    RÜCKFRAGE ZU VERSICHERUNGEN
    ..
    welche -lebens-versicherung haben sie gemeint..??
    ..
    risikolebensversicherung
    kapitallebensversicherung
    rentenversicherung
    ..
    eine risikolebensversicherung kann zur gegen-
    seitigen absicherung durchaus sinnvoll sein..
    ..
    eine kapitallebensversicherung..mischform zwi-
    schen kapitalbildung und risikoabsicherung ist
    die gebühren- und provisionsreichste anlage -
    form und macht nur die versicherungsgesellschaft
    reich..!!
    ..
    wenn überhaupt..eine rentenversicherung wählen..
    ..
    alle anlageformen haben eine lange laufzeit
    und sehr geringe rendite - im bedarfsfall mög -
    lichst nicht kündigen, sondern BEITRAGFREI
    stellen..
    ..
    ..

  • Gern würde ich mit Ihnen über Kapitalanlagen diskutieren. Denn eigentlich sind sie alls mehr oder weniger schlecht bis auf die Zeiträume, in denen man sie zeitweilig gewinnbringend nutzen kann. Wenn´s geht: el.fe@t-online.de

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