Zertifikateratings
Noten für mehr Orientierung

Fast 200 000 Zertifikate gibt es in Deutschland - und jeder Emittent preist seine Produkte selbstverständlich als überlegen an. Wie es tatsächlich um die Qualität der einzelnen Zertifikate steht, sollen objektive Produktanalysten spezialisierter Agenturen zeigen. Gleich vier Unternehmen bieten in Deutschland inzwischen Zertifikateratings an.
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Transparenz gehört seit einigen Monaten zu den Lieblingswörtern der Zertifikatebranche. Seit die modernen Anlageprodukte in die Kritik geraten sind, bemühen sich Emittenten und der Deutsche Derivate Verband (DDV) um eine bessere Aufklärung über Chancen und Risiken am Zertifikatemarkt. Das Emittentenrisiko ist dabei ein zentrales Thema, das andere ist die Verständlichkeit der komplexen Produktstrukturen.

Mangelnde Initiative kann man den Emittenten in dieser Hinsicht nicht vorwerfen. Auf ihren Internetseiten und in Kundenmagazinen bieten die Banken eine Fülle an Informationsmaterial zu den Spezifika der einzelnen Produkttypen. Allein: Eine objektive Qualitätsprüfung der einzelnen Zertifikate findet dort nicht statt und sie zu erwarten wäre auch vermessen.

In den vergangenen Monaten sind allerdings mehrere Unternehmen mit dem Ziel gestartet, Anlegern objektive Zertifikate-Informationen zu liefern. Nach dem Vorbild anderer Anlageklassen, insbesondere dem Fondssektor, haben sie Methoden entwickelt, mit denen sie die Qualität verschiedener Zertifikate bewerten können. Die daraus abgeleiteten Zertifikateratings sollen Anlegern Anhaltspunkte für die Suche nach dem für sie passenden Zertifikat liefern.

Zurzeit bieten in Deutschland vier Firmen Produktratings an: Die Berliner Scope Group , die European Derivatives Group (EDG) aus Frankfurt und das Münchener Institut für Zertifikate-Analyse (IZA). Als bisher letzter Anbieter startete die Bad Homburger Feri Euro-Rating kürzlich ebenfalls ein Rating.

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