Die Deutsche Bank etwa ist mit Geschäftsstellen in der gesamten Region vertreten, die Baader Wertpapierhandelsbank hat sich an einem Finanzdienstleister im Oman beteiligt, um für jedes deutsche Finanzinstitut Börsenaufträge am Golf ausführen zu können, und auch die Credit Suisse bietet seit zwei Jahren am Golf einen vollen Bankservice an. Um Kunde bei der Credit Suisse in Dubai zu werden, müssen Privatkunden wegen der lokalen Bestimmungen allerdings ein liquides Vermögen von mindestens einer Million Dollar haben.
Alternativ bieten viele Banken Fonds mit Wertpapieren aus der Golfregion an. Dazu gehören Produkte für die Golfregion, die über deutsche Börsen oder außerbörslich in Deutschland gekauft und verkauft werden können. Analysten empfehlen vor allem drei Wachstumsbranchen: Immobilien, Telekommunikation und Banken.
Dass der Golf in einer geopolitisch instabilen Region liegt, werten Börsianer nicht nur als Nachteil. Denn gerade Dubai profitiere davon, dass es von Arabern in Krisenzeiten als Zufluchtsort geschätzt werde, sagen sie. So erlebte Dubai während des letztjährigen Libanonkriegs einen Anstieg des Kapitalimportes.
Risikolos ist das Engagement im GCC-Raum allerdings nicht. Der deutsche Finanzexperte Steffen Schubert, der in Dubai einen Fonds managt, warnt vor Informationsproblemen. Es sei im Vergleich zu Europa oder den USA nicht so einfach, aussagekräftige und schnelle Informationen über Firmen zu erhalten. Ein Engagement am Golf sei deshalb nichts für kurzfristig orientierte Anleger, so Schubert.

