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10.09.2007 
Schwerpunkte Vermögensaufbau und Kurzfristanlage

Anleger setzen auf Bundespapiere

von Andrea Cünnen

Die durch die Subprime-Krise um schwache Hypothekenschuldner in den USA ausgelöste Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten treibt auch Privatanleger wieder zunehmend in sichere Bundeswertpapiere. Der Bund will das Interesse der Investoren an seinen Titeln noch weiter fördern, unabhängig von der kriseninduzierten Suche der Anleger nach sicheren Geldanlagen. Deshalb soll die auf Privatsparer ausgerichtete Produktpalette erweitert werden.

FRANKFURT. Die verstärkte nach Nachfrage nach Bundeswertpapieren spürt auch die Finanzagentur des Bundes, die als zentraler Dienstleister für das Schuldenmanagement Deutschlands zuständig ist. „In der vorvergangenen Woche gab es im Call-Center für Privatanleger rund 27 000 Anrufe, üblich sind in normalen Wochen 10 000“, sagte Jörg Plinke, Bereichsleiter für das Privatkundengeschäft der Finanzagentur, bei einem Pressegespräch auf der Internationalen Anlegermesse IAM in Düsseldorf.

Der Bund will diesen Trend für sich nutzen. Noch seien die entsprechenden Vorlagen im Bundesfinanzministerium nicht unterschrieben, aber er rechne mit der Einführung neuer Produkte im kommenden Jahr, sagte Gerhard Schleif, Chef der Finanzagentur.

Konkret soll es bei den neuen Bundeswertpapieren vor allem um den langfristigen Vermögensaufbau und kurzfristige Geldanlage gehen. Die bisherigen Bundesschatzbriefe eigneten sich nicht ideal als Sparpläne, bei denen Anleger regelmäßig eine Summe einzahlen, meinte Plinke.

Bundesschatzbriefe werden – abhängig von der Zinsentwicklung – regelmäßig in neuen Serien aufgelegt. Da kommen viele Abrechnungen zusammen, und der Kontoauszug wird sehr umfangreich. Bei Bundesschatzbriefen des Typs A, bei dem die Zinsen jährlich ausgezahlt werden, könnten anders als bei einem Sparplan zudem die Zinsen kaum reinvestiert werden, sagte Plinke. Derzeit bekommen Anleger für Bundesschatzbriefe des Typs A im ersten Jahr eine Rendite von 3,75 Prozent, sie steigt bis zum sechsten Jahr auf 3,95 Prozent. Bei Schatzbriefen des Typs B werden für 100 Euro nach sieben Jahren 131,59 Euro zurückgezahlt. Finanzierungsschätze mit Laufzeiten von ein und zwei Jahren bieten Renditen von 3,75 und 3,85 Prozent. Fünfjährige Bundesobligationen rentieren mit 4,02 Prozent. Die hohe Nachfrage – vor allem der institutionellen Investoren – hat die Kurse der börsengehandelten Bundeswertpapiere steigen und folglich die Renditen sinken lassen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Welche Möglichkeiten Privatanleger bislang haben.

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