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23.09.2008 
"Cobold" und "Colibri" sorgen für Verluste

Anleihen von Lehman vor dem Aus

von Andrea Cünnen

Auch Kleinanleger sind vor der Lehman-Pleite betroffen: DZ Bank und Commerzbank haben so genannte Credit Linked Notes vertrieben, die mit Lehman verknüpft sind. Die Papiere sind nun auf 10 bis 30 Prozent des Rückzahlungswertes eingebrochen.

Die Pleite von Lehman beschert auch deutschen Kleinanlegern Verluste. Foto: APLupe

Die Pleite von Lehman beschert auch deutschen Kleinanlegern Verluste. Foto: AP

FRANKFURT. Von der Insolvenz der Lehman Brothers Holding sind auch Privatanleger bei in Deutschland bislang beliebten Spezialanleihen betroffen. Dabei handelt es sich um "Credit Linked Notes", bei denen Zins- und Tilgungszahlungen von mehreren Schuldnern abhängen. Die strukturierten Papiere bieten höhere Zinsen als Anleihen der Einzel-Emittenten. Die Zinsen werden aber nicht gezahlt, wenn eines der Referenzunternehmen ausfällt. Außerdem bekommen Anleger bei einem solchen "Kreditereignis" am Ende der Laufzeit nur einen Bruchteil ihres eingesetzten Kapitals zurück.

Die DZ Bank hat diese Papiere unter dem Namen "Cobold" vertrieben. Bei sechs der strukturierten Bonds im Nominalvolumen über insgesamt 310 Mill. Euro war Lehman einer der Referenzschuldner. Die Commerzbank vertreibt ähnliche Strukturen unter dem Namen "Colibri" - hier ist ein Papier im Nennwert von zehn Mill. Euro mit dem Namen Lehman verknüpft. Mit Mindeststückelungen von nur 1 000 Euro richteten sich die Papiere an Kleinanleger.

Die Kurse der Credit Linked Notes, sind - wie auch herkömmliche Lehman-Anleihen - auf zehn bis 30 Prozent des Rückzahlungswertes von 100 Prozent eingebrochen. Wieviel Geld Anleger zurückbekommen, steht noch nicht fest. Bei den betroffen "Cobold"-Anleihen bekommen Anleger entweder Lehman-Anleihen oder einen Barausgleich. Bei der Commerzbank gibt es Bargeld. Die Höhe berechnet sich aus dem Kurs des Lehman-Bonds, den die Commerzbank als Referenz auswählt.

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