Auch der Hypothekenfinanzierer Thornburg vermeldete am späten Dienstag Probleme bei der eigenen Refinanzierung auf den Märkten für Commerical Papers und Asset-backed Securities. Daraufhin brach der Aktienkurs noch am Dienstag um 47 Prozent ein. Die Kurserholung folgte am Mittwoch, nachdem Thornburg-COO Larry Goldstone im US-Fernsehen CNBC berichten konnte, Verhandlungen mit Banken hätten die Ausweitung einiger Kreditlinien und die Rückzahlung fälliger Schuldtitel möglich gemacht.
Thornburg Mortgage mit Sitz in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico hat sich auf die die Nische der großvolumigen Hypothekenkredite mit flexiblem Zins spezialisiert. Thornburg-Manager Goldstone räumte in dem Fernsehinterview allerdings auch ein, dass es für Hypothekenanbieter aktuell weiter schwierig sei, Zugang zum Markt für Commercial Papers zu bekommen.
Unter derartigen Nachrichten leiden andere Hypothekenfinanzierer. Countrywide Financial etwa wurde am Mittwoch mit einem Abschlag von bis zu 21 Prozent gehandelt. Merrill-Lynch-Analyst Kenneth Bruce drehte am Mittwoch sein Aktienrating auf „Sell“ von „Buy“ und verwies auf die möglichen Refinanzierungsprobleme des Unternehmens.
Mit den jüngsten Störungen im Geschäft mit forderungsbesicherten Anleihen erodiere weiteres Vertrauen an den Aktienmärkten, dass Unternehmen in der Lage seien, ihre kurzfristige Refinanzierung zu verlängern, schreibt Bruce. Unternehmen wie Contrywide seien deshalb gezwungen, mehr eigenes Kapital zu binden; andere Hypothekenfinanzierer gerieten gegenüber ihren Gläubigern gar in Zahlungsverzug.
Erst vor weniger als einer Woche hatte Bruce seine „Kaufen“-Einstufung für die Countrywide-Aktie noch bestätigt. Doch die rapide Verschlechterung auf den Märkten für Commercial Papers und Mortgage-backed Securities habe ihn nun zur Revision und einem „Verkaufen“-Urteil veranlasst.
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