Euribor-Affäre
Societe Generale will weniger Strafe zahlen

Die EU hatte im Dezember wegen Marktmanipulationen Strafen gegen Banken verhängt, auch die Societe Generale war betroffen. Der Konzern findet die gegen ihn verhängte Strafe aber zu hoch. Es sei falsch gerechnet worden.
  • 0

ParisIn der Affäre um Manipulationen wichtiger Zinssätze wehrt sich die französische Bank Societe Generale gegen eine verhängte Strafe von fast einer halben Milliarde Euro. Die Summe solle auf einen „angemessenen Betrag“ verringert werden, erklärte der Konzern in einer am Montag von der EU veröffentlichten Beschwerde gegen die Entscheidung.

Demnach gab es bei der Errechnung der Strafsumme einen Fehler. Die Bank nahm zunächst nicht Stellung. Die Beschwerde gegen die Entscheidung der EU-Kommission wurde bereits im Februar eingereicht.

Die Aufsichtsbehörde hatte im Dezember gegen die Societe Generale und weitere Konzerne wie die Deutsche Bank, JPMorgan oder die Royal Bank of Scotland Rekordbußen von insgesamt 1,71 Milliarden Euro verhängt. Hintergrund sind Manipulationen bei der Feststellung von Referenz-Zinssätzen wie dem Libor oder dem Euribor, die Grundlage für Finanzgeschäfte im Volumen von mehr als 500 Billionen Dollar sind und auf Angaben der Banken zu ihren Refinanzierungskosten beruhen.

Die EU-Kontrolleure hatten allein der Deutschen Bank eine Strafe von 725 Millionen Euro auferlegt. Societe Generale musste 446 Millionen Euro zahlen. Ein Angestellter des Pariser Instituts hatte zwischen März 2006 und Mai 2008 versucht, den Euribor zu beeinflussen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euribor-Affäre: Societe Generale will weniger Strafe zahlen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%