+++ Fintech-News-Ticker +++ Banken-Angreifer Penta erhält 2,2 Millionen Euro

Ein Tag ohne Neuigkeiten aus der Fintech-Branche? Kaum vorstellbar. Welche Finanz-Start-ups gerade starten oder eine Finanzspritze bekommen und wer mit wem kooperiert: Neues von Penta, Lana Labs und Sicherbezahlen.
Kommentieren
Das Berliner Fintech will kleinen und mittleren Unternehmen eine Alternative zur klassischen Bank bieten. Quelle: PR
Penta

Das Berliner Fintech will kleinen und mittleren Unternehmen eine Alternative zur klassischen Bank bieten.

(Foto: PR)

FrankfurtNach jüngsten Zählungen gibt es in Deutschland rund 700 Finanztechnologie-Start-ups. Sie helfen nicht nur bei der Digitalisierung der Finanzbranche, sondern bieten häufig auch einen konkreten Nutzen für Kunden: indem sie Finanzprodukte und -dienstleistungen günstiger und leichter zugänglich machen.

+++ 5. Februar, 10.15 Uhr +++

Penta sammelt 2,2 Millionen Euro ein
Der Berliner Bankenangreifer Penta hat in einer ersten Finanzierungsrunde 2,2 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wurde diese Seed-Finanzierung von Inception Capital, einem auf Fintechs spezialisierter Investmentfonds aus Großbritannien. Peta bietet Geschäftskonten für kleine und mittlere Unternehmen an und bedient sich dafür der Banklizenz der Solarisbank. „Wir bauen das beste Geschäftsbankkonto der Welt und wollen dich dabei haben“, wirbt das Unternehmen, das offiziell im vergangenen Dezember gestartet ist. Mit dem neuen Geld soll zunächst das Team erweitert werden. Aus bisher 20 Mitarbeitern sollen in den nächsten Monaten 40 werden.

Penta gehört zu den sogenannten Challenger Banken. Aktiv sind in diesem Bereich beispielsweise auch N26, Holvi, Kontist und Transferwise. „Seit unserem Launch haben wir fantastisches Feedback erhalten“, sagt Penta-Geschäftsführer und Mitgründer Lav Odorovic. „Es bestätigt, dass kleinere Unternehmen in Deutschland sich von traditionellen Banken vernachlässigt fühlen.“

Über das Konto hinaus will das Fintech in den kommenden Monaten unter anderem vergünstigte Fremdwährungstransaktionen und MasterCards für Mitarbeiter anbieten sowie unterschiedliche Buchhaltungssoftware anbinden. Das Penta-Basiskonto ist für die Kunden kostenlos und soll es nach Angabe des Fintechs auch bleiben. Gebühren fallen bisher bei Überweisungen an: Ab der elften werden jeweils zehn Cent fällig. Nach dem Modell „Pay as You Grow“, also „Bezahle, wenn du wächst“, sollen künftig Zusatzdienste bepreist werden.

Zur Zahl der Kunden schweigt Lav Odorovic noch. Bis Dezember sollen sich rund 3000 Unternehmen auf eine Warteliste eingetragen haben. „Heute gibt es keine Warteliste mehr“, so der Gründer. Unternehmen können also sofort ein Konto bei Penta eröffnen. Die bisherigen Kunden sollen bunt gemischt sein: vom jungen Start-up bis hin zum etablierten deutschen Familienunternehmen, mit zwei bis 30 Mitarbeitern. (ksh)

+++ 30. Januar, 8.00 Uhr +++

Mainincubator investiert in Prozessoptimierer

Lana Labs will Prozesse optimieren – und Pinguinen helfen. Quelle: Screenshot
Lana Labs

Lana Labs will Prozesse optimieren – und Pinguinen helfen.

(Foto: Screenshot)

Der Berliner Softwareentwickler Lana Labs erhält ein einstelliges Millionen-Investment von Capnamic Ventures, WestTech Ventures und dem Mainincubator. Letzterer ist ein Frühphaseninvestor, Company Builder und eine hundertprozentige Tochter der Commerzbank. Seit 2013 hat der Mainincubator bereits in elf weitere Start-ups mit Fokus auf Finanztechnologie investiert.

Lana Labs bietet sogenanntes „Process Mining“: Mit Hilfe von Algorithmen analysiert das Unternehmen digitale Prozesse und will dabei aufzeigen, an welchen Stellen Verbesserungspotenzial besteht. Während solche Technologien zunächst für Ressourcenplanungssysteme wie SAP verwendet wurden, setzt Lana Labs den Fokus auf Banking-Software. Gegründet wurde das Unternehmen am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Besonderheit: Für jede Lizenz adoptiert Lana Labs in Südchile einen der vom Aussterben bedrohten Magellan-Pinguine – so erklärt sich auch der Pinguin im Firmenlogo.

Mit dem neuen Investorengeld will Lana Labs-Geschäftsführer und Co-Gründer Thomas Baier „die Automatisierung und Datenanbindung für eine systemübergreifende Prozessanalyse-Plattform vorantreiben”. Bisherige Lösungen würden oftmals noch zu großen manuellen Aufwand erfordern, so Baier. Für die Commerzbank steckt hinter dem Investment auch ein strategisches Interesse: „Die Software von Lana Labs unterstützt uns auf unserem Weg hin zu einem digitalen Technologieunternehmen“, sagt Jörg Hessenmüller, Bereichsvorstand Group Development & Strategy der Commerzbank.

Zu den früheren Investments des Mainincubators gehören unter anderem Candis, das ein Buchhaltungs-Tool bereitstellt, Gini, das per Dokumentenerkennung das Ausfüllen von Überweisungen vereinfacht, Optiopay, das Online-Rückzahlungen in höherwertige Gutscheine umwandelt, und Bilendo, das Unternehmen bei Mahnungen unterstützt. Die Investoren Capnamic Ventures und WestTech Ventures haben sich ebenfalls auf Frühphaseninvestments spezialisiert und sitzen beide in Berlin. (ksh)

+++ 25. Januar, 18.00 Uhr +++

Goldene Transaktion verliehen

Die Preisträger Susanne Krehl und Sebastian Seifert von Barzahlen, Ulrich Schmidt von Sicherbezahlen und Manuel Sandhofer von Optile (von links). Quelle: Eick/Prengel/www.saraheick.de
Verleihung der Goldenen Transaktion

Die Preisträger Susanne Krehl und Sebastian Seifert von Barzahlen, Ulrich Schmidt von Sicherbezahlen und Manuel Sandhofer von Optile (von links).

(Foto: Eick/Prengel/www.saraheick.de)

Gleich drei junge Unternehmen aus dem Bereich Zahlungsverkehr wurden im Rahmen der Konferenz „Payment Exchange“ – #Pex18 – in Berlin mit der Goldenen Transaktion ausgezeichnet. In der Kategorie Innovation überzeugte das Fintech Barzahlen. Es ist bereits seit 2013 am Markt aktiv und hat sich anfangs vor allem an Kunden gerichtet, die zwar im Internet einkaufen wollen, aber dort nicht ihre Konto- oder Kreditkartendaten angeben möchten – oder dies nicht können, da sie kein Konto haben. Die Lösung: Wenn der Kunde online mit Barzahlen einkauft, erhält er einen Barcode, den er inzwischen an 8500 Einzelhandelsfilialen vorzeigen und die Online-Rechnung darüber bar bezahlen kann. Danach wird die Ware verschickt. Neuerdings hilft der Service auch Empfängern von Arbeitslosengeld. Sie können die Auszahlung nun anonym bei den Barzahlen-Partnern erhalten und müssen nicht mehr das Jobcenter aufsuchen. Diese Innovation hat die Jury überzeugt.

Gewinner in der Kategorie User Expierence ist das Fintech Sicherbezahlen. Bewertet wurde hier der Ablauf der Transaktion: Wie schnell und bequem verläuft sie für den Kunden und ist dieser Ablauf für eine breite Nutzergruppe geeignet. Sicherbezahlen richtet sich an Nutzer, die teure Dinge wie etwa Autos im Zug-um-Zug-Geschäft kaufen oder verkaufen wollen. Um risikobehaftete Barzahlungen zu vermeiden, zahlt der Käufer den Kaufpreis auf ein Treuhandkonto ein. Sobald der Käufer das Signal gibt, dass er die Ware erhalten hat, gibt Sicherbezahlen das Geld an den Verkäufer frei. Das Angebot ist nicht auf Autos beschränkt, es gilt für Waren bis zu einem maximalen Wert von 500.000 Euro.

Den Preis in der Kategorie Kundennutzen erhielt das Software-Unternehmen Optile. Es bietet eine unabhängige Zahlungsplattform für global tätige Unternehmen. Optile stellt dabei eine offene Zahlungsschnittstelle zur Verfügung, über die weltweit alle Zahlungsmethoden und Zahlungs-Provider erreichbar sein sollen. Zu den bisherigen Kunden zählen Unternehmen aus den Bereichen Handel, Reisen, Dating und Gaming. (ksh)

+++ 19. Januar, 9.00 Uhr +++

Geldregen für Fintech Savedroid

Über die Spar-App sollen Nutzer bald auch Geld in Krypto-Währungen anlegen können. Quelle: Screenshot
Savedroid

Über die Spar-App sollen Nutzer bald auch Geld in Krypto-Währungen anlegen können.

(Foto: Screenshot)

Das Frankfurter Fintech Savedroid sammelt derzeit in großem Umfang Geld ein: 1,5 Millionen Euro kamen nach Angaben von Yassin Hankir, Gründer und Geschäftsführer von Savedroid, bereits über eine Eigenkapital-Finanzierungsrunde zusammen. Zu den Investoren sollen Alfred Schorno, Geschäftsführer der Handelsplattforum 360T, und der Krypto- und Blockchain-Experte Dennis Weidner gehören. Weitere fünf Millionen Euro hat das junge Unternehmen am 12. Januar mit dem „Pre-Sale“ seines Initial Coin Offerings (ICO) eingeworben. Beim Start des virtuellen Börsengangs haben sich bereits 3800 Investoren beteiligt. „Viele haben für 500 bis 2000 Euro gekauft, manche für mehrere Hunderttausend Euro und einige wollten es mit zehn Euro wohl nur mal ausprobieren“, sagte Hankir dem Handelsblatt. Der Haupt-ICO soll am 9. Februar starten. Dann könnte Savedroid zusätzlich bis zu 55 Millionen Euro einnehmen. Für ihr Geld erhalten die Investoren sogenannte Savedroid-Token für eine neue Krypto-Währung innerhalb des Ökosystems des Fintechs. Diese soll nach Abschluss des ICO an einer Krypto-Börse gehandelt werden. Innerhalb der App sollen Kunden damit auch Gebühren begleichen können.

Mit seiner App will Savedroid beim Sparen helfen. Nutzer können darüber Sparregeln einrichten, so dass bei bestimmten Anlässen automatisch Geld von ihrem Girokonto auf ihr Savedroid-Konto übertragen wird – zum Beispiel, wenn sie in einem bestimmten Laden eingekauft haben oder wenn sie sich wenig bewegt haben (hier wird auf den Schrittzähler von Google Fit zugegriffen). Bisher landen die Sparbeträge dann auf einem unverzinsten Sparkonto bei der Wirecard-Bank. Mit dem neu eingesammelten Kapital will sich Savedroid über mehrere Ausbaustufen zu einer Sparplattform entwickeln, die auch Laien einfachen Zugang zu Krypto-Währungen ermöglicht. Dass die Kurse einiger Krypto-Währungen zuletzt stark gefallen sind, ficht Hankir nicht an. „Schwankungen sind in diesem Segment normal, wir glauben, dass Krypto-Währungen langfristig eine echte Alternative zu klassischen Devisen werden.“ Auch die in vielen Ländern geplante Regulierung von Krypto-Geld sieht er positiv: „Die Technologie ist nicht aufzuhalten und wenn es staatliche Spielregeln gibt, wird das Interesse in der breiten Bevölkerung weiter steigen.“ Hankirs Ziel: Schon Ende 2019 sollen 150.000 Nutzer ihre Sparbeträge in Krypto-Währungen anlegen. (ksh)

+++ 17. Januar, 16:15 Uhr +++

Kreditech baut Vorstandsetage um

Der Vorstandschef Alexander Graubner-Müller will Verluste reduzieren. Quelle: Kreditech
Kreditech

Der Vorstandschef Alexander Graubner-Müller will Verluste reduzieren.

(Foto: Kreditech)

Das Kreditportal Kreditech hat gleich zwei Vorstände verloren: den Finanzvorstand Rene Griemens und den Vorstand für Technologie- und Produktentwicklung, Michal Panowicz. Von einer Krise könne aber keine Rede sein, sagte Kreditech-Gründer und Vorstandschef Alexander Graubner-Müller gegenüber Handelsblatt-Korrespondent Frank Drost. Das Hamburger Unternehmen vergibt Mikro- und Ratenkredite in Polen, Tschechien, Spanien, Russland und demnächst auch in Indien. Betriebswirtschaftlich macht sich der Erfolg bislang noch nicht wirklich bemerkbar – aber das ist bei stark wachsenden Start-ups auch nicht unbedingt üblich. Immerhin konnte Kreditech trotz höherer Investitionen in Technologie und Kundenakquise sowie höherer Kredit-Wertberichtigungen 2017 den Verlust nach vorläufigen Zahlen von 59 Millionen im Jahr 2016 Euro auf 55 Millionen Euro verringern. Im laufenden Jahr soll der Gruppenverlust „mindestens“ halbiert werden, so Graubner-Müller.

Beliebt ist das Unternehmen auch bei Investoren. Kein anderes Fintech in Deutschland hat bislang mehr Risikokapital eingesammelt als Kreditech. Bislang warb es bei Investoren wie der Weltbank, Peter Thiel, J.C.Flowers, Blumberg Capital Geld ein. Die Napster-Tochter PayU beteiligte sich im vergangenen Jahr mit 110 Millionen Euro. Kreditech wird mit rund 300 Millionen Euro bewertet. In internationalen Hitlisten bedeutender Fintechs ist Kreditech stets prominent vertreten. (fmd)

+++ 16. Januar, 14.00 Uhr +++

Friendsurance baut Online-Makler für Deutsche Bank

Tim Kunde (links) von Friendsurance und Markus Pertlwieser von der Deutschen Bank. Quelle: Nils Bröer für Handelsblatt
Neue Allianz

Tim Kunde (links) von Friendsurance und Markus Pertlwieser von der Deutschen Bank.

Banken und Versicherungen rücken wieder enger zusammen. So will die Deutsche Bank einen eigenen digitalen Sachversicherungsmakler aufbauen. Dieser Onlinemakler soll von Friendsurance betrieben werden, einem jungen Technologieunternehmen aus dem Versicherungsbereich (Insurtech). Im zweiten Quartal 2018 soll das Pilotprojekt anlaufen. Der Marktstart ist nach der Sommerpause geplant. Die technische Lösung von Friendsurance soll ins Onlinebanking der Deutschen Bank integriert werden, den Kundenservice übernimmt im Auftrag der Bank jedoch das Insurtech. „Unsere Kunden unterscheiden nicht zwischen Bank- und Versicherungsprodukten, daher passt die Ausweitung unseres Angebots in den Versicherungsbereich“, sagte Markus Pertlwieser, Digitalchef des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank, dem Handelsblatt...

+++ 11. Januar, 9.00 Uhr +++

Werthstein startet mit Trendinvestments

Der neue Robo-Advisor will sich insbesondere durch Trendinvestments von der Konkurrenz abheben. Quelle: Screenshot
Werthstein

Der neue Robo-Advisor will sich insbesondere durch Trendinvestments von der Konkurrenz abheben.

(Foto: Screenshot)

Rund zwanzig Robo-Advisors sind in Deutschland bereits aktiv, jetzt kommt mit Werthstein ein weiterer digitaler Vermögensverwalter hinzu. Das Unternehmen mit Sitz in München will sich insbesondere durch ein Investment-Komitee und individuell wählbare, trendbezogene Investments – „Zeitgeists“ genannt – von den Wettbewerbern abgrenzen. „Bei uns steht nicht der Algorithmus, sondern der Mensch im Vordergrund“, sagt Bastian Lossen, Geschäftsführer der Schweizer Muttergesellschaft des Robo-Advisors, der Werthstein AG, dem Handelsblatt. Zwar sei auch bei Werthstein ein Algorithmus im Einsatz, „doch der bestimmt nicht unsere Anlagestrategie, sondern ist ein Hilfsmittel, damit wir unseren Kunden das passende Portfolio zuordnen können“.

Das Investment-Komitee wird nach Angaben von Werthstein von Giles Keating geleitet, der zuvor unter anderem als Chefökonom der Credit Suisse tätig war und von zwei weiteren Ex-Bankern unterstützt wird. „Für die Entwicklung unserer Zeitgeists sind wir zudem laufend mit externen Finanzexperten in Kontakt“, erklärt Lossen. Diese sind auf der Internetseite des Anbieters auch in Info-Videos zu sehen. Darin beschreiben sie die möglichen Chancen einzelner Zeitgeist-Themeninvestments und nennen Branchen sowie Anbieter, die für eine Investition in Frage kommen sollen. Aktuell werden beispielsweise „Zeitgeists“ mit Fokus auf Profi-Sport, Märkte in Nordeuropa, Haustiere oder Robotertechnik beworben.

Kunden sollen neben einem Basisportfolio bis zu zehn Zeitgeists auswählen und darin jeweils maximal zehn Prozent ihrer Anlagesumme investieren können. „Unser Angebot zielt auf Menschen, die in aktuelle Trends investieren wollen und dabei Unterstützung wünschen“, sagt Lossen. Wer Kunde von Werthstein werden will, muss dort mindestens 35.000 Euro anlegen. Statt einer jährlichen Managementgebühr in Abhängigkeit der Anlagesumme zahlt jeder Kunde monatlich pauschal eine Gebühr in Höhe von 57 Euro. Zusätzlich müssen die Kunden jährlich 0,25 Prozent der Anlagesumme als Depotgebühr an die Baader Bank zahlen. Auch Fondsgebühren kommen noch hinzu. Diese sollen bei etwa 0,2 Prozent liegen. Insbesondere für kleinere Vermögen ist der Anbieter damit deutlich teurer als die meisten Wettbewerber. Bis Ende des Jahres will Lossen mit dem neuen Angebot „mindestens einige hundert Kunden“ gewinnen. (ksh)

+++ 10. Januar, 9.00 Uhr +++

Scalable Capital expandiert in die Schweiz

Der Münchener Robo-Advisor macht auch mit TV-Spots auf sich aufmerksam. Quelle: Screenshot
Scalable Capital

Der Münchener Robo-Advisor macht auch mit TV-Spots auf sich aufmerksam.

(Foto: Screenshot)

Nach Deutschland, Großbritannien und Österreich startet der digitale Vermögensverwalter Scalable Capital jetzt auch in der Schweiz. Wie das Unternehmen mitteilt, soll den Schweizer Kunden eine eigene Website und Kunden-Hotline sowie ein spezifisches Steuer-Reporting angeboten werden. Als depotführende Partnerbank agiert die Baader Bank.

Aktuell verwaltet der Robo-Advisor nach eigenen Angaben mehr als 600 Millionen Euro von mehr als 20.000 Kunden. Das Fintech hat sein Angebot im Februar 2016 in Deutschland gestartet und setzt auf eine dynamische Portfolioverwaltung auf Basis des sogenannten Value-at-risk-Ansatzes. Der Kunde werde gemäß seiner individuelle Risikoneigung und -tragfähigkeit in eine von 23 Risikokategorien eingeordnet.

Die Portfolios sollen fortlaufend überwacht werden. „Signalisieren Projektionen eine drohende Verletzung der Risikovorgabe, werden die Portfoliogewichte automatisch angepasst“, so das Unternehmen. Damit solle verhindert werden, dass der Kunde bei der nächsten Korrektur aus Angst vor hohen Verlusten aus dem Markt aussteige und dann zu lange an der Seitenlinie stehen bleibe, so Florian Prucker, Geschäftsführer und Mitgründer von Scalable Capital. Im vergangenen Jahr hatte Scalable durch den Start einer Kooperation mit der ING Diba zusätzlichen Schub bekommen. Zu den Investoren und Minderheitsgesellschaftern gehören BlackRock, Holtzbrinck Ventures und Tengelmann Ventures. (ksh)

+++ 12.00 Uhr +++

Transferwise bietet „grenzenlose Konten“ für Privatkunden

Zunächst sollen 1000 Kunden das neue Bankkonto eröffnen können. Quelle: Screenshot
Transferwise

Zunächst sollen 1000 Kunden das neue Bankkonto eröffnen können.

(Foto: Screenshot)

Die „grenzenlosen Konten“ – borderless accounts – des Fintechs Transferwise sind ab sofort auch für Privatleute verfügbar. Nach eigenen Angaben will das Unternehmen mit Hauptsitz in London zunächst 1000 privaten Kunden die Möglichkeit geben, das internationale virtuelle Bankkonto inklusive Mastercard-Debitkarte zu testen. Im laufenden Quartal soll das Konto dann allen Interessenten zur Verfügung stehen. Erst im vergangenen Mai hatte Transferwise diese Konten für Selbständige und Unternehmer eingeführt. Nutzer können damit in bis zu 28 Währungen Zahlungen tätigen und erhalten für diese Länder jeweils lokale Konto-Daten – so als hätten sie ein Bankkonto vor Ort. Dadurch sollen niedrigere Gebühren anfallen als bei herkömmlichen Auslandsüberweisungen. „Am stärksten profitieren kleinere Unternehmen von diesen Konten, aber auch für Verbraucher, die in unterschiedlichen Ländern leben und arbeiten, können sie sehr nützlich sein“, sagte Co-Gründer und Geschäftsführer Kristo Käärmann zuletzt dem Handelsblatt.

+++ 9. Januar 2018, 11.00 Uhr +++

Smava erhält 65 Millionen Dollar

Über das Portal können Verbraucher Kredite vergleichen. Quelle: Screenshot
Smava

Über das Portal können Verbraucher Kredite vergleichen.

(Foto: Screenshot)

Das Kreditportal Smava hat am 9. Januar den Abschluss einer Finanzierungsrunde in Höhe von 65 Millionen Dollar gemeldet. Die Private-Equity-Firma Vitruvian Partners habe die Runde mit Beteiligung weiterer Investoren wie Runa Capital angeführt. Der Vitruvian-Partner Jussi Wuoristo werde künftig dem Aufsichtsrat von Smava angehören. Mit dem neuen Geld will das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Scoring-Technologie weiterentwickeln und in neue Marktsegmente expandieren. Über das Internetportal von Smava können Verbraucher Kreditkonditionen vergleichen und die Kredite abschließen.

Aktuell soll das Portal mehr als 70 Kreditvarianten zwischen 1.000 und 120.000 Euro von 25 Banken und privaten Kreditgebern umfassen. Smava ist 2007 gestartet und hatte sich zunächst auf die Kreditvergabe zwischen Privatleuten konzentriert. Später wurde der Vergleich von Bankkrediten zum neuen Schwerpunkt des Geschäftsmodells. Nach eigenen Angaben hat Smava bereits „Kredite mit einem Volumen von mehr als drei Milliarden Dollar vermittelt“. Zu den weiteren Investoren, die bislang insgesamt 135 Millionen Dollar in Smava investiert haben sollen, zählen auch Verdane Capital und Earlybird. (HB)

+++ 20. Dezember 2017, 7.00 Uhr +++

Paypal investiert in Weltsparen

Über das Zinsportal können Sparer Tages- und Festgeldkonten eröffnen. Quelle: Saving Global
Mitarbeiter von Weltsparen

Über das Zinsportal können Sparer Tages- und Festgeldkonten eröffnen.

(Foto: Saving Global)

Kurz vor dem Jahreswechsel hat sich das Zinsportal Weltsparen mit einem Paukenschlag gemeldet: Paypal habe einen zweistelligen Millionenbetrag in das Berliner Fintech investiert und damit einen Anteil an dem Unternehmen erworben. Noch viel wichtiger als das Geld sei aber die geplante Partnerschaft mit dem US-Zahlungsdienst, sagte Tamaz Georgadze, Gründer und Geschäftsführer des Zinsportals, dem Handelsblatt. Wie genau die Partnerschaft aussehen soll, werde aktuell besprochen, sagte Georgadze. „Wir sind noch in der frühen Phase der Produktentwicklung. Die Idee ist, dass Paypal-Kunden über die Plattform auf unsere Sparprodukte zugreifen können.“

Das könne dann ähnlich aussehen wie die Einbindung von Weltsparen bei der Smartphone-Bank N26 und der Fidor-Bank. Die Nachricht ist eine Erfolgsmeldung für das Fintech, das im EU-Ausland als Raisin bekannt ist. Zugleich dürfte sie manchen Banker zusammenzucken lassen. Schon seit Längerem wird darüber spekuliert, dass US-Konzerne wie Paypal oder auch Google und Amazon ins Bankgeschäft einsteigen. Jetzt wird es ernst, schreibt Handelsblatt-Korrespondentin Katharina Schneider…

+++ Was in der Fintech-Szene 2017 sonst noch wichtig war +++

Investments, Namen und Kooperationen 2017
ING startet Fintech-Fonds
1 von 200

Die niederländische Bank ING hat am 25. Oktober bekannt gegeben, dass sie den 300-Millionen-Euro schweren Fonds ING Ventures gestartet hat, um damit in Fintechs zu investieren. Mit Fintechs zu kooperieren und in sie zu investieren gehöre zum Kern ihrer Innovationsstrategie. Weltweit hat die Bank nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren bereits 115 strategische Partnerschaften und Investments getätigt.

Deutsche Bank startet Digi-Venture-Fonds
2 von 200

Die Deutsche Bank beteiligt sich mit knapp 25 Prozent am Fintech Dwins. Es ist das erste Investment des neuen Digi-Venture-Fonds der Privatkundensparte. Der Fonds soll in strategisch interessante Finanztechnologie-Unternehmen investieren und ist aktuell mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag ausgestattet. Ab Dezember sollen Deutsche Bank-Kunden den von Dwins entwickelten Finanzplaner „Finanzguru“ exklusiv nutzen können...

N26 will in die USA expandieren
3 von 200

Die Smartphone-Bank N26 will ab Mitte 2018 in den US-Markt eintreten und Kunden dort ein Girokonto mit Karte, Überweisungen, Barabhebungen sowie einem speziellen Kundenbindungsprogramm anbieten. Nach Angaben des Berliner Finanztechnologie-Start-ups können sich US-amerikanische Kunden ab sofort in eine Warteliste eintragen. „Die USA sind ein spannender Markt für N26, der uns große Möglichkeiten eröffnet“, sagte Gründer und Geschäftsführer Valentin Stalf, der die Pläne am 23. Oktober in Las Vegas vorstellte...

Bux sammelt 10,6 Millionen Euro ein
4 von 200

Die niederländische Börsen-App Bux hat 10,6 Millionen Euro von einem Investorengremium um den deutschen Fonds Holtzbrinck Ventures eingesammelt. Bux widmet sich einem sehr deutschen Problem: der weit verbreiteten Angst vor Aktien. Gründer Nick Bortot (Foto) will vor allem jungen Leuten die Börse spielerisch näherbringen. Das Amsterdamer Start-up soll bereits 1,2 Millionen Nutzer haben, ein Drittel davon in Deutschland und Österreich...

JP Morgan übernimmt WePay
5 von 200

JP Morgan hat den Zahlungsdienstleister WePay übernommen. Wie am 18. Oktober bekannt wird, will die größte US-Bank damit wohl rund vier Millionen kleine Unternehmen besser in den hauseigenen Zahlungsverkehr integrieren...

Compeon erhält zwölf Millionen Euro
6 von 200

Der auf Firmenkunden spezialisierte Kreditvermittler Compeon sammelt zwölf Millionen Euro ein. Wie die Vermittlungsplattform für Unternehmensfinanzierungen am 12. Oktober meldet, stammt das Geld von seinen Altinvestoren. Angeführt wurde die zweite Finanzierungsrunde von Tengelmann Ventures. Beteiligt sind daneben auch btov Partners und Dieter von Holtzbrinck Ventures – letztere gehört zur Verlagsgruppe Handelsblatt. Compeon bezeichnet sich selbst als Marktführer unter den digitalen Plattformen für gewerbliche Finanzierungen und kooperiert mit mehr als 220 Banken, Fördermittelanbietern und Spezialfinanzierern. Gegründet wurde das Fintech von Nico Peters, Frank Wüller und Kai Böringschulte (Foto: von links). Die Plattform ging Mitte 2013 an den Markt.

Element bekommt Bafin-Lizenz
7 von 200

Das von dem Berliner Company-Builder Finleap gegründete Start-up „Element“ hat für sein Versicherungsgeschäft eine Lizenz von der Finanzaufsichtsbehörde Bafin erhalten. Wie das Fintech am 11. Oktober meldet, gilt die Erlaubnis für Schaden- und Unfallversicherungen, was Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen sowie das Reisegeschäft einschließt. Als möglichen Partner nennt Element neben anderen Start-ups aus der Versicherungsbranche – sogenannten InsurTechs – auch etablierte Marken und Händler sowie klassische Versicherungen und Vermittler. Geschäftsführer Sascha Herwig (links im Bild, mit Wolff Graulich und Henning Groß) war zuletzt Bereichsleiter bei der Nürnberger Versicherung.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: +++ Fintech-News-Ticker +++ - Banken-Angreifer Penta erhält 2,2 Millionen Euro

0 Kommentare zu "+++ Fintech-News-Ticker +++: Banken-Angreifer Penta erhält 2,2 Millionen Euro"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%