2009 Mittelstand: Commerzbank erwartet Gewinn

Trrotz Wirtschaftskrise geht die Commerzbank für 2009 von einem Gewinn ihrer Mittelstandssparte aus, so zumindest der Firmenkundenvorstand Markus Beumer in einem Interview. Zwar rechne die Bank mit deutlich steigenden Ausfällen im Kreditgeschäft aber auch mit Risikoaufschlägen bei den Kreditzinsen.
Commerzbank-Firmenkundenvorstand Markus Beumer glaubt an einen Gewinn der Commerzbank im Mittelstandsgeschäft 2009. Foto: PR Quelle: Pressebild

Commerzbank-Firmenkundenvorstand Markus Beumer glaubt an einen Gewinn der Commerzbank im Mittelstandsgeschäft 2009. Foto: PR

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HB BERLIN. "Wir gehen von einem positiven Ergebnis aus", sagte Firmenkundenvorstand Markus Beumer der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe). Zwar erwartet der Manager deutlich steigende Ausfälle im Kreditgeschäft: "Wir rechnen im Breitengeschäft mit einem deutlichen, aber verkraftbaren Anstieg der Risikovorsorge für Commerzbank und Dresdner Bank zusammen", sagte er. Klumpenrisiken aus Großkundenbeziehungen seien dabei noch nicht berücksichtigt. Den höheren Ausfällen stünden jedoch steigende Risikoaufschläge bei den Kreditzinsen gegenüber. "Der Zinsüberschuss von zuletzt knapp 1,3 Mrd. Euro dürfte um fünf bis sieben Prozent steigen - und das, obwohl wir selbst höhere Refinanzierungskosten haben", sagte Beumer.

Dennoch werde die Sparte nicht an die Eigenkapitalrenditen der Jahre 2007 und 2008 anknüpfen können, die bei mehr als 60 Prozent lagen. "Die Eigenkapitalrendite wird sicherlich sinken", sagte Beumer. Für eine exakte Prognose sei es aber noch zu früh. Beumer leitet seit vergangenem Jahr die Mittelstandsbank der Commerzbank und sitzt seit Januar 2009 außerdem im Vorstand der übernommenen Dresdner Bank.

Trotz der Krise will Beumer in der fusionierten Bank nicht mehr Arbeitsplätze streichen als vergangenen Sommer angekündigt. "Wir wollen etwa 750 der derzeit rund 53.00 Stellen bis zum Jahr 2012 abbauen, mehr nicht", sagte der Vorstand. Der Mittelstand bleibe ein Kerngeschäft, in dem die Bank weiter wachsen wolle. Dafür werde das Filialnetz ausgebaut: "Mit den neuen Standorten der Dresdner Bank werden wir künftig über mehr als 150 Firmenkundenstandorte verfügen", kündigte Beumer an. In größeren Städten würden die Filialen zusammengelegt, dafür gebe es neue Standorte in der Fläche. "Wir wollen angreifen, nicht kürzer treten", sagte Beumer.

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