22 Festnahmen: Polizei vermutet Geldwäsche bei Israels größter Bank

22 Festnahmen
Polizei vermutet Geldwäsche bei Israels größter Bank

Die israelische Polizei ermittelt bei der größten Bank des Landes wegen des Verdachts der Geldwäsche im Umfang von mehreren Hundertmillionen Dollar.

HB JERUSALEM. Die Untersuchungen konzentrierten sich auf eine Filiale der Bank Hapoalim in Tel Aviv und die Bank Hapoalim Trust Co, teilten die Polizei und die Bank von Israel am Sonntag mit. Mehrere Kunden und Mitarbeiter der Bank seien befragt worden. Die Behörden hätten in dem Fall ein Jahr lang ermittelt. Die Aktien von Hapoalim gaben nach der Meldung um 2,3 Prozent nach und zogen damit auch den Markt in Tel Aviv nach unten.

Hapoalim hat nach eigenen Angaben ihre Mitarbeiter aufgefordert, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Die Bank betonte gleichzeitig, sie habe bereits Maßnahmen zur Vorbeugung von Geldwäsche ergriffen. Israel hatte 2002 ein Gesetz für die Verschärfung der Kontrolle von Finanztransaktionen verabschiedet.

22 Bankangestellte festgenommen

Die israelische Polizei hat unterdessen 22 Mitarbeiter einer Bankfiliale in Tel Aviv wegen Verdachts der Geldwäsche festgenommen. Es gebe Hinweise, dass über die Niederlassung der Bank Hapoalim 276 Millionen US-Dollar (etwa 208 Millionen Euro) illegal verschoben worden seien, zitierten israelische Medien die Fahnder. Danach stehen 45 Kunden der Bank im Verdacht, an Geldwäsche-Aktionen beteiligt zu sein. Zu den Verdächtigen gehöre auch ein aus Russland stammender Geschäftsmann und Verleger, dessen Büros durchsucht worden seien.

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