4,8 Milliarden
Japanische Banken saugen sich mit Dollar voll

Die japanischen Banken haben sich im Dezember großzügig mit der US-Währung eingedeckt. Im Gegensatz zu den europäischen Kollegen war die Gelegenheit günstig.
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TokioKurz vor dem Jahreswechsel haben sich die japanischen Banken mit Dollar vollgesaugt. Sie liehen sich bei der Zentralbank knapp 4,8 Milliarden Dollar für drei Monate - so viel wie noch nie seit Ausbruch der europäischen
Staatsschuldenkrise vor rund zwei Jahren.

Im November hatten sie sich noch mit 200 Millionen Dollar begnügt, wie die Bank of Japan am Dienstag in Tokio mitteilte. Damals lag der Zinssatz noch bei 1,12 Prozent, während er diesmal nur 0,61 Prozent betrug.

Im Unterschied zu vielen europäischen Konkurrenten können sich die japanischen Institute auch am Geldmarkt ausreichend mit Dollar eindecken. „Aber die Auktionen der Notenbank sind bequemer, weil große Summen auf einen Schlag zu bekommen sind“, sagte der Chefvolkswirt des Forschungsinstituts Totan, Izuru Kato.

Weil US-Geldmarktfonds vor allem den europäischen Banken wegen der Schuldenkrise kaum noch Geld leihen, stellen die großen Notenbanken bis 2013 Dollar-Liquidität in unbegrenzter Höhe zur Verfügung. Sie senkten zudem die Kosten für die Kreditgeschäfte. Der Dollar ist die unangefochtene Weltwährung Nummer eins, die den internationalen Handel dominiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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