40.000 Stellen in Gefahr
„Verstörende Veränderungen“ bei der Bank of America

Die Negativnachrichten von der Bank of America reißen nicht ab. Dass die größte US-Bank Stellen streichen muss, war schon bekannt. Nicht aber, dass es bis zu 40.000 Mitarbeiter treffen könnte.
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BangaloreDie Bank of America erwägt offenbar in den kommenden Jahren, rund 40.000 Stellen zu streichen. Die Zahl sei noch nicht endgültig und könne sich deshalb noch ändern, berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.

Sollte sich das bewahrheiten, würde sich der US-Finanzriese an die Spitze einer unrühmlichen Rangliste katapultieren: Bisher hatte Europas größte Bank HSBC mit 30.000 den höchsten Stellenabbau angekündigt.

Ende August hatte es in einem internen Rundschreiben der chronisch angeschlagenenen Bank of America geheißen, dass allein in diesem Quartal 3500 Stellen wegfallen. Bankchef Brian Moynihan hatte angekündigt pro Quartal künftig bis zu 1,5 Milliarden Dollar einsparen zu wollen. Das „Wall Street Journal“ hatte bisher mit mindestens 10.000 Stellenstreichungen gerechnet, und vergangene Woche legte dann der am Sitz des Instituts erscheinende „Charlotte Observer“ nach: Bis zu 30.000 Jobs könnten in den kommenden Jahren dem Sparkurs zum Opfer fallen.

Führungskräfte der Bank haben sich laut WSJ am Donnerstag in Charlotte im US-Staat North Carolina getroffen und wollten am Freitag erneut zusammenkommen, um Beschlüsse zu fassen. Bei der Großbank war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Sie hat dieses Jahr bereits 6000 Stellen gestrichen und beschäftigte Ende Juni noch 288.000 Mitarbeiter.

Trotz der jüngsten Kapitalspritze von Starinvestor Warren Buffett über fünf Milliarden Dollar steht das Institut weiter unter großem Druck, sein Kapitalpolster aufzubessern. Seit Anfang des Jahres ist der Börsenwert des Instituts um mehr als 40 Prozent geschmolzen.

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Großer Umbau in der Führungsetage

Kommentare zu " 40.000 Stellen in Gefahr: „Verstörende Veränderungen“ bei der Bank of America"

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  • BOA sollte verstaatlicht werden, dann werden die Kontrollen etwas besser.....siehe COBA

  • Die Blaseist angestochen, das perverse System beginnt zu bröckeln.

  • Hallo Handelsblatt. Schreibt doch mal mehr KLARTEXT

    statt "faule Kredite" schreibt mal "Kredite,die nicht mehr zurückgezahlt werden können"

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