5000 Kundendaten
Datenleck bei Bank Austria

Das österreichische Nachrichtenmagazin „News“ hat 5000 Kundendaten der Bank Austria zugespielt bekommen. Unter den Kunden sind Bundesländer wie Salzburg oder Städte wie Wien.
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WienDie Bank Austria schaltet nach einem umfangreichen Leck bei sensiblen Kundendaten die Staatsanwaltschaft ein. Das Institut habe Anzeige gegen unbekannt erstattet, nachdem das Nachrichtenmagazin „News“ berichtet hatte, ihm lägen Daten von 5000 Kunden der Bank vor, teilte das Institut am Mittwoch mit. „Es wird Aufgabe der Staatsanwaltschaft sein, zu ermitteln, wie News zu diesen Daten gekommen ist.“

Das Magazin berichtete vorab aus der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe, bei den Kunden handle es sich unter anderen um Bundesländer wie Salzburg, Niederösterreich und Burgenland, Landeshauptstädte wie Wien, Graz, Bregenz und St. Pölten sowie diverse Gemeinden. Die Bank habe von diesen Kunden für die Abwicklung von Geschäften Gebühren kassiert, ohne sie über deren Höhe zu informieren. Über einen Zeitraum von vier Jahren habe das Institut damit gut 200 Millionen Euro verdient.

Die Bank habe von diesen Kunden für die Abwicklung von Geschäften Gebühren kassiert, ohne sie über deren Höhe zu informieren.„News liegt nun zu jedem Kunden und jedem Geschäftsfall im von den Datensätzen umfassten Zeitraum die exakte Eigenmarge der Bank Austria vor“, berichtete das Magazin. Die Bank habe auch dann an den Geschäften verdient, wenn die Kunden bei ihren Investments Verluste gemacht haben, sagte der News-Journalist, der die Geschichte recherchiert hat, der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Bank Austria wies die Vorwürfe „entschieden zurück“. Bei den Daten handle es sich auch um Inhalte aus einem Strafverfahren, das die Bank bereits vor Jahren gegen ehemalige Mitarbeiter eingeleitet habe. Der News-Journalist rechtfertigte die Veröffentlichung damit, dass es sich um Spekulationen mit Steuergeldern handle.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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