600 Millionen Euro Lone Star erhöht Forderungen für AHBR-Übernahme

Der an der AHBR interessierte US-Investor Lone Star fordert einem Bericht zufolge mittlerweile 600 Mill. Euro im Gegenzug für die Übernahme der angeschlagenen Hypothekenbank.

HB FRANKFURT. „Es läuft alles darauf hinaus, dass die Gewerkschaften fast ihren kompletten Erlös aus dem BHW-Verkauf für den Ausstieg bei der AHBR verbrauchen werden“, zitierte die „FT“ am Dienstag einen Insider. Die Gewerkschaftsholding BGAG hat für den Verkauf ihres BHW-Anteils an die Postbank rund 680 Mill. Euro erhalten. Bislang hatte Lone Star Finanzkreisen zufolge 400 Mill. Euro für die AHBR gefordert.

Lone Star war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Ein BGAG-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Die Gewerkschaftsholding sei jedoch weiter zuversichtlich, den AHBR-Verkauf bis zum Jahreswechsel abschließen zu können, bekräftigte er am Morgen.

Finanzkreisen zufolge hat neben dem US-Finanzinvestor Lone Star ein Konsortium um Christopher Flowers und George Soros die Unterlagen für die AHBR gesichtet. Auch der Investmentbank Merrill Lynch wird Interesse nachgesagt. Die von der Commerzbank gekaufte Eurohypo würde ebenfalls ein Angebot vorlegen, stünde die AHBR in Teilen zum Verkauf.

Die Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) sollte ursprünglich zusammen mit der Hamelner Bausparkasse BHW verkauft werden. Letztere ging aber an die Postbank, die sich von sämtlichen AHBR-Risiken befreien ließ. Die AHBR war vor einigen Jahren wegen Zinsspekulationen in Schieflage geraten und musste mehrfach von ihren bisherigen Eigentümern - der BHW und der Gewerkschaftsholding BGAG - finanziell gestützt werden.

Um den Verkaufsprozess zu beschleunigen und die AHBR zu stabilisieren, wird sie nun unter Einbindung der obersten Finanzaufsicht BaFin von einer Treuhandgesellschaft kontrolliert. In dieser ist auch der Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken engagiert. Für den Fall, dass ein Verkauf der Bank als Ganzes scheitert, hat die AHBR selbst die Liquidation nicht ausgeschlossen. Ein Zusammenbruch wäre die größte Bankenpleite in Deutschland seit 1974.

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