Aareal Bank
Aareal baut Geschäft aus und Stellen ab

Dank steigender Provisionen und weniger fauler Kredite präsentiert der Immobilienfinanzierer solide Zahlen für das dritte Quartal. Nach zwei Übernahmen will man im Neugeschäft zulegen – und plant einen Stellenabbau.
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Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal Bank streicht nach zwei Übernahmen 86 Arbeitsplätze in Deutschland. Der Stellenabbau solle bis Ende 2019 umgesetzt werden, sagte Konzernchef Hermann Merkens am Dienstag bei der Präsentation der Quartalsbilanz. In der betroffenen Sparte beschäftigte das Unternehmen nach Angaben eines Sprechers zuletzt 757 Mitarbeiter, insgesamt zählt der Konzern fast 2800 Mitarbeiter. Die Aareal Bank hatte zuletzt die beiden Immobilienfinanzierer Corealcredit und Westimmo geschluckt.

Im dritten Quartal steigerte die Aareal Bank das Betriebsergebnis dank höherer Provisionserträge und niedrigerer Belastungen durch faule Kredite um elf Prozent auf 82 Millionen Euro. Angesichts der niedrigen Zinsen setzt die Aareal Bank stärker auf das Beratungsgeschäft für die Wohnungswirtschaft und baut ihre IT-Tochter aus, der Provisionsüberschuss stieg im dritten Quartal auf 48 (Vorjahr: 44) Millionen Euro. Zudem expandierte der Wiesbadener Konzern in den vergangenen Jahren nach Nordamerika.

In den USA lassen sich im Kreditgeschäft höhere Margen einfahren als derzeit in Europa, wo wegen der Niedrigzinsen zahlreiche Anbieter den Markt überschwemmen und die Preise drücken. Der Konzern habe dem harten Wettbewerb trotzen können und im Neugeschäft weiterhin eine Bruttomarge deutlich über 250 Basispunkte erzielt, sagte Merkens. Das Margenziel für 2017 werde voraussichtlich übertroffen.

Insgesamt will der Konzern im laufenden Jahr ein Neugeschäft von sieben bis acht Milliarden Euro zeichnen, nach neun Monaten hatte er 5,7 Milliarden geschafft. Das Konzernbetriebsergebnis werde 2017 zwischen 310 und 350 Millionen Euro liegen, bekräftigte Merkens. 2016 hatte das Institut einen Gewinn von 366 Millionen Euro eingefahren.

Im MDax kam die Aareal Bank mit einem Plus von 0,3 Prozent auf einen Kurs von 35,95 Euro. Damit rangierte sie im Mittelfeld unter den deutschen Nebenwerten und schwächer als der Index insgesamt, der mit einem Stand von 26.476 Punkten am Dienstag 0,7 Prozent zulegen konnte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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