Abwertung durch Rating-Agentur
Österreichische Volksbanken sehen Ramsch-Rating gelassen

Gelassen im Angesicht des Ramsch-Ratings: Die ÖVAG sieht in der Bewertung „BB-“ kein ernstes Problem. Das Anleihengeschäft sei für die Bank nachrangig. Die Zukunft des kriselnden Instituts ist ohnehin bereits geklärt.
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WienDer österreichische Volksbanken-Sektor sieht die schlechtere Bonitätsnote durch die Ratingagentur Fitch gelassen. Die Begebung von Anleihen spiele bei den Volksbanken eine untergeordnete Rolle, sagte eine Sprecherin des Spitzeninstituts ÖVAG am Mittwoch. Zudem verfüge die Bankengruppe über einen „sehr komfortablen Liquiditätspuffer“ und sei damit unabhängig vom Anleihenmarkt.

Fitch hatte die Bonitätsnote für den Volksbanken-Verbund von „A“ auf „BB-“ zurückgestuft. Damit gelten die Papiere als spekulatives Investment – im Volksmund auch Ramschniveau genannt. Das macht es für Unternehmen sehr teuer und schwierig, sich am Kapitalmarkt Geld zu beschaffen.

Die Agentur hatte die Ratings zahlreicher Banken in Europa gestutzt. Als Grund dafür nannte sie die sinkende Wahrscheinlichkeit für Staatshilfen in der Zukunft. In Österreich waren auch die Erste Group und UniCredit Bank Austria (nun jeweils „BBB+“) sowie Raiffeisen Bank International (nun „BBB“) betroffen.

Der Volksbanken-Verbund besteht aus der kriselnden ÖVAG und den regionalen Volksbanken. Zur Jahresmitte will die ÖVAG ihre nicht zukunftsfähigen Teile in eine Bad Bank abspalten und den Rest des Geschäfts auf die Volksbank Wien-Baden übertragen. Bisher war sie für die Liquiditätsbeschaffung im Verbund zuständig. Mit der Abspaltung des Spitzeninstituts und den geplanten Fusionen zu größeren Regionalinstituten würden die Volksbanken mittelfristig zu einer „deutlich stabileren Bankengruppe“, erklärte Fitch.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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