Ackermann zu Börsig-Nachfolge bereit
Interner Machtkampf beschädigt Ruf der Deutschen Bank

Axel Webers Absage stößt die Deutsche Bank in heftige Verwerfungen. Anleger und Vorstände halten Aufsichtsratschef Clemens Börsig schweres Versagen vor. Sollte er abtreten, stünde Vorstandschef Josef Ackermann bereit.
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DüsseldorfSeit der Bekanntgabe am Freitagmorgen, dass Ex-Bundesbankchef Axel Weber zur Schweizer Großbank UBS wechselt, steht die Deutsche Bank Kopf. Eine tiefgreifende Neuordnung an der Führungsspitze der größten deutschen Bank wird immer wahrscheinlicher. Denn Axel Weber war der Favorit von Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann für dessen Nachfolge, die im Jahr 2013 anstand. Doch ein Angebot gemacht habe ihm keiner gemacht, erklärte Weber.

Nicht zuletzt durch die Verhandlungsführung von Aufsichtsratschef Clemens Börsig steht das Frankfurter Institut vor einem Desaster. Die Deutsche Bank verliert nicht nur einen Kandidaten für den Vorstandsvorsitz, auch der Aufsichtsratsvorsitzende selbst ist schwer angeschlagen. Von einem „geordneten Prozess“ bei der Suche, wie Börsig ihn versprochen hatte, könne nach der Absage Webers nun keine Rede mehr sein, heißt es in der Bank.

Bei der Suche nach einem möglichen Nachfolger für Börsig muss man nicht weit gehen. Zwar hatte Ackermann noch im April in der „Welt am Sonntag“ einen Wechsel in den Aufsichtsrat abgelehnt: "Ich werde meinen Vertrag nicht verlängern und auch nicht in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank wechseln", so Ackermanns Festlegung. Diese Festlegung gilt seit diesem Wochenende nicht mehr, wie ein enger Vertrauter Ackermanns dem  Handelsblatt bestätigt. Ackermann sei bereit, sich in die Pflicht nehmen zu lassen.

Ex-Bundesbankchef Axel Weber begründete seinen Wechsel zur Schweizer Großbank UBS damit, dass es dabei „keine Interessenkonflikte“ mit seinem früheren Amt gibt. Bei der UBS soll Weber im Mai 2012 zunächst Vizepräsident und später Präsident des Verwaltungsrats werden. Ihm sei bei seiner Entscheidung für die UBS wichtig gewesen, dass weder Bundesbank noch Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht das Schweizer Institut kontrolliert hätten, sagte Weber dem „Spiegel“. Außerdem gehöre die Bank nicht zum Euro-Raum.

Ohnehin habe er andere Angebote als das der UBS nie bekommen, sagte Weber: „Es gab nie andere formale Vertragsverhandlungen oder Offerten.“ Also auch nicht von der Deutschen Bank.

Kommentare zu " Ackermann zu Börsig-Nachfolge bereit: Interner Machtkampf beschädigt Ruf der Deutschen Bank"

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  • Als Laie bekommt man den Eindruck, der AR schädigt nur die Firmen. Ich denke da an die HSH, wo der Koppermann den Hr. Nonnenmacher, fähig???, um jeden Preis hielt!

  • von einer berufsbedingten AAA vernetzung der beteiligten kann man doch eigentlich mehr erwarten. mag aber auch am häufigen umgang aus regierungskreisen deutschlands liegen. der dort vorherrschende nebel beschränkt dann auch mal die eigene fahrtsicht.

  • Clemens Börsig, it's time to resign. Börsig hat mehrmals nur Peinlichkeiten geboten. Das letzte Mal als er es für notwendig befand in der Öffentlichkeit/Medien zu erklären, dass ER (alleine) für die Auswahl des Nachfolgers von Joe Ackermann zuständig ist. Will er der DB einen Dienst erweisen, sollte er Platz machen für Ackermann, der das Bankgeschäft versteht wie wenige in der Branche. Börsig ist dagegen selbstverliebt in sein Ego, hat aber während seiner ganzen Zeit als Aufsichtsratpräsident der DB nichts fertig gebracht das bei Kunden und Investoren positiv aufgefallen wäre.
    Relax-Senf

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