Älteste Bank der Welt
„Keine Tabus“ bei Monte-Paschi-Sanierung

Im Ringen der italienischen Bank Monte Paschi um EU-Staatshilfen wird nichts mehr ausgeschlossen. Der wichtigste Aktionär der ältesten Bank der Welt erwägt laut einem Medienbericht nun sogar einen Ausstieg.
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Der Schlüsselaktionär der angeschlagenen italienischen Bank Monte Paschi schließt einem Medienbericht zufolge auch einen Komplettverkauf seines Anteils nicht aus. „Es gibt keine Tabus“, sagte die Präsidentin der Monte-Paschi-Stiftung, Antonella Mansi, der italienischen Zeitung „Il Sole 24 Ore“, auf die Frage, ob die Stiftung ihre Gesamtbeteiligung von 33,5 Prozent veräußern würde. Derzeit prüfe man zusammen mit dem Finanzberater Lazard mehrere Optionen.

Das älteste Geldhaus der Welt war im Zuge der Schuldenkrise und wegen riskanter Derivate-Geschäfte in Schieflage geraten. Die Regierung hat dem Geldhaus bereits Anfang des Jahres mit 4,1 Milliarden Euro unter die Arme gegriffen. Die Krisenbank will sich nun mit einem verschärften Sanierungsplan die Zustimmung der EU-Kommission zu milliardenschweren Staatshilfen sichern.

Auf Geheiß des Gremiums streicht Monte Paschi 8000 Stellen und senkt die Kosten um 440 Millionen Euro. Zudem will die drittgrößte Bank Italiens die Vergütungen der Spitzenmanager auf 500.0000 Euro jährlich senken und bis 2017 das milliardenschwere Engagement in italienische Staatsanleihen auf 17 Milliarden Euro von derzeit 23 Milliarden Euro reduzieren.

Die gemeinnützige Einrichtung mit engen Verbindungen in die Politik muss bei ihren Banken Verbindlichkeiten in Höhe von 350 Millionen Euro begleichen. Gemessen am derzeitigen Marktpreis entspricht dies einem Anteil von 12,5 Prozent an dem Finanzinstitut. Die Stiftung muss bei dem Verkauf aufs Gas drücken, da Monte Paschi bis Ende 2014 eine milliardenschwere Kapitalerhöhung vornehmen muss, um die EU-Richtlinien für die Gewährleistung von Staatsanleihen zu erfüllen.



Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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