Aktie unter Druck - Kapitalerhöhung nicht in Gefahr: HVB-Großaktionäre ziehen nicht mit

Aktie unter Druck - Kapitalerhöhung nicht in Gefahr
HVB-Großaktionäre ziehen nicht mit

Die Hypo-Vereinsbank (HVB) ist an der Börse unter Druck: Die Aktie der Münchener Großbank führte heute Nachmittag mit einem Minus von mehr als 2 % die Verliererliste im Dax an. Als Grund nannten Händler den Handelsblatt-Bericht, wonach neben der Münchener Rück auch die drei Stiftungen, die größere Aktienpakete an der HVB halten, bei der geplanten Kapitalerhöhung nicht mitziehen wollen.

MÜNCHEN. Experten verwiesen darauf, dass es durch den Verzicht der Großaktionäre auf eine Teilnahme an der Kapitalerhöhung zu einem Überhang an Aktien kommen könne. Die HVB will insgesamt rund 214 Millionen Aktien platzieren. Ein Bankenkonsortium hat einen Preis von 14 Euro je Aktie garantiert. Damit ist der geplante Emissionserlös von etwa 3 Mrd. Euro für die HVB in jedem Fall gesichert. Die Bezugsfrist läuft vom 23. März bis 5. April.

Auf die Unterstützung seiner Großaktionäre kann sich Rampl aber nicht verlassen. Sowohl die Münchener Rück als auch drei Stiftungen aus München und Wien, die zusammen etwa 10 % der Aktien halten, werden voraussichtlich keine neuen Aktien zeichnen. Die Anteile werden vielmehr verwässert. Der Streubesitz der HVB-Aktien wird durch die Kapitalmaßnahmen damit deutlich steigen. „Das war von vorneherein klar und gefährdet die Kapitalerhöhung in keiner Weise“, hieß es dazu gestern in Bankkreisen.

Die AVZ-Stiftung aus Wien wird dem Vernehmen nach bei der Kapitalerhöhung nicht mitziehen. Die private Stiftung, in deren Vorstand unter anderem HVB-Vorstand Gerhard Randa und der frühere Chef der HVB-Tochter Bank Austria-Creditanstalt, Karl Samstag, sitzen, hält derzeit 5,17 % der HVB-Aktien. Die Kapitalerhöhung mitzumachen, übersteige die finanzielle Fähigkeiten der Stiftung, hieß es in Wien. Die AVZ war früher Hauptaktionär der Bank Austria. Nach der Übernahme durch die HVB wurde die AVZ dann Aktionärin der neuen Münchener Großbank.

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