Aktie unter Druck: Schwacher US-Immobilienmarkt belastet HSBC

Aktie unter Druck
Schwacher US-Immobilienmarkt belastet HSBC

Die Abkühlung des US-Immobilienmarktes hinterlässt unerwartet tiefe Spuren in der Bilanz der britischen Bank HSBC.

HB LONDON/NEW YORK. Europas größtes Geldhaus teilte am Mittwochabend mit, die Rückstellungen für faule Kredite dürften um 1,8 Mrd. Dollar oder ein Fünftel höher liegen, als von Analysten im Schnitt erwartet. Grund sei, dass im US-Immobiliengeschäft gerade bei jüngeren Krediten immer mehr Schuldner mit schlechterer Bonität in Zahlungsversäumnis gerieten. Insgesamt soll sich die Risikovorsorge auf etwa 10,6 Mrd. Dollar belaufen.

Die HSBC-Aktie verlor in London am Vormittag 2,6 Prozent auf 907 Pence. Mit umgerechnet deutlich über 160 Mrd. Euro Marktkapitalisierung sind die Briten aber nach wie vor Europas größte Bank. Zumindest in einem Punkt konnte HSBC die Anleger beruhigen: Abgesehen von den Problemen mit Hypotheken in den USA habe die Geschäftsentwicklung 2006 den Erwartungen entsprochen, hieß es.

Der US-Immobilienmarkt hat sich nach einem jahrelangen Boom in den vergangenen Monaten deutlich abgekühlt. Die gesunkenen Preise bremsen auch das Wachstum der US-Wirtschaft. Sinken die Preise für kreditfinanzierte Häuser, kann dies beispielsweise den Besitzer bei einem Verkauf in Probleme bringen. Zudem bereitete der kräftige Zinsanstieg vielen Verbrauchern Probleme.

„Der verwirrende Punkt ist, dass es sich um erst kürzlich ausgehändigte Kredite handelt“, sagte Mike Trippitt, Analyst bei Oriel Securities in London. „Es ist nichts, was sich über die Zeit aufgestaut hat, sondern das sind Dinge, die in jüngster Zeit mächtig falsch liefen.“ Die wichtigste Frage sei nun, ob HSBC mit der Aufstockung der Rückstellungen bereits reinen Tisch gemacht und alle Risiken erfasst habe.

Seite 1:

Schwacher US-Immobilienmarkt belastet HSBC

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%