Aktie vom Handel ausgesetzt: Börsenmakler Fritz Nols wird Lizenz entzogen

Aktie vom Handel ausgesetzt
Börsenmakler Fritz Nols wird Lizenz entzogen

Nach Angaben der Bafin ist das Eigenkapital des Unternehmens unter die gesetzlich geforderte Grenze gerutscht. Die Krise beim Börsenmakler schwelt schon länger.

HB FRANKFURT. Die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften sowie zum Erbringen von Finanzdienstleistungen sei mit sofortiger Wirkung aufgehoben worden, teilte die Fritz Nols Global Equity Services AG am Freitag mit. Weitere Details wollte das Unternehmen nicht nennen. Beide Vorstände - Detlef Amonath und Norbert Przibilla - seien am Freitag nicht mehr zu sprechen, hieß es in der Firmenzentrale.

Ein Sprecher der Wertpapieraufsichtsbehörde Bafin sagte, das Frankfurter Unternehmen habe nicht mehr das gesetzlich verlangte Mindestanfangskapital von fünf Millionen Euro. Deswegen habe sich die Behörde - nach mehrwöchiger Prüfung - zum Lizenzentzug entschieden. „Kurzfristig hat Nols kein neues Kapital erhalten und uns auch kein tragfähiges Sanierungskonzept vorgelegt“, ergänzte der Bafin-Sprecher. Nols müsse nun alle Geschäfte abwickeln und dürfe keine Neugeschäft mehr generieren. Den Kunden müsse ihr Geld zurückgezahlt werden.

Die Aktie der Fritz Nols AG wurde vom Handel ausgesetzt und wird nach Angaben der Deutschen Börse erst am Montag wieder ge- oder verkauft werden. Das Papier kostete zuletzt 3,15 Euro.

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