Aktienrückkauf
Citigroup plant Aktienrückkäufe

Die amerikanische Großbank Citigroup denkt erstmals seit 2007 wieder über Aktienrückkäufe nach. Die Fed könnte dem Institut allerdings einen Strich durch die Rechnung machen.
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New YorkDie in der Finanzkrise ins Schlingern geratene Citigroup denkt nach einem Pressebericht wieder über Aktienrückkäufe nach. Die amerikanische Großbank könnte die US-Notenbank Fed bereits im Januar um eine Genehmigung bitten, schrieb das „Wall Street Journal Europe“ (Montagausgabe) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es sei zwar kein Rückkauf im großen Stil geplant. Doch wäre es ein weiteres Zeichen für die Rückkehr der Citigroup zur Normalität.

Sollte die Fed den Rückkauf erlauben, könnte die Bank zum ersten Mal seit 2007 wieder eigene Papiere erwerben. In den vergangenen Jahren war ein Rückkauf eigener Anteile wegen der dünnen Kapitaldecke nicht möglich. Die Citigroup hatte vom Staat in der Finanzkrise gerettet werden müssen. Die US-Banken müssen sich wegen der Krise seit dem Jahr 2009 Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen von der Fed genehmigen lassen.

Vor der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 gehörten Aktienrückkäufe und stetig steigende Dividenden zur Tagesordnung bei den Banken, um die Investoren bei Laune zu halten. In der Finanzkrise wurden die Aktienrückkäufe gestoppt und die direkte Ausschüttung an die Anteilseigner eingedampft, um das Geld im Haus zu halten.

Die 19 größten US-Banken mussten der US-Notenbank bis zum Montag ihre aktuellen Angaben zur Kapitalausstattung vorlegen und haben dabei auch die Möglichkeit, einen Aktienrückkauf oder eine Dividendenzahlung zu beantragen. Beim Stresstest der Fed im vergangenen Jahr hatte die Citigoup gepatzt, weil sie ihr Kapital zu stark anzapfen wollte.

 



Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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