Aktionärsschützer fordern Schadensersatz DBVI und Thannhuber droht Sammelklage

Aktionärsschützer wollen Klaus Thannhuber, Eigner der Privatbank Reithinger, und Alexander Seebacher, Vorstand der Deutschen Beamtenvorsorge Immobilienholding (DBVI), sowie deren Aufsichtsrat verklagen. Helfen soll ihnen dabei das Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechtes (UMAG).

sos FRANKFURT. Das Gesetz ist seit November 2005 in Kraft und wird jetzt zum ersten Mal für Privatanleger angewendet. Es gibt Aktionären die Möglichkeit, Vorstände und Aufsichtsrat wegen Pflichtverletzungen zu verklagen. Voraussetzung für eine Schadensersatzklage ist, dass die vertretenen Aktionäre mindestens 100 000 Euro Nominalkapital oder ein Prozent des Grundkapitals mitbringen.

„Wir wollen gegen Thannhuber klagen, da der Verdacht besteht, dass er das Management zum Nachteil der Gesellschaft beeinflusst hat“, sagt Rechtsanwalt Klaus Nieding, einer der Initiatoren der Klage. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte die Privatbank Reithinger Anfang August geschlossen, unter anderem wegen der Verstrickung in Thannhubers unübersichtliches Firmennetz.

Damit geriet die DBVI unter Druck, die Thannhuber 1990 gegründet hatte. 2003 gab er seinen Vorstandsvorsitz auf Druck der BaFin auf, die Kontakte aber blieben: Die DBVI hatte nicht nur in Immobilien investiert, sondern auch rund 30 Mill. Euro in Inhaberschuldverschreibungen von Reithinger angelegt.

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