Alan Cloete
Wie sich ein Bank-Manager mit der Bafin zankt

Ein Ex-Manager der Deutschen Bank sieht sich durch einen Prüfbericht der Finanzaufsichtsbehörde Bafin zu Unrecht diskrediert. Seine Anwälte verteidigen ihn in einem vielseitigen Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt.
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FrankfurtDie Vorwürfe waren heftig: Im Skandal um die Manipulation von Libor-Zinssätzen hatte die Finanzaufsicht Bafin dem einstigen Deutsche-Bank-Topmanager Alan Cloete unterstellt, von den Tricksereien in der Bank gewusst zu haben. In einem Brief an die Deutsche Bank im Mai hatte die Behörde den Banker als einen der Hauptverantwortlichen für die Defizite ausgemacht, die zu den Schummeleien geführt haben sollen.

Doch nun wehrt sich Cloete. In einem Brief an Bafin-Präsident Felix Hufeld droht der langjährige Vertraute des ehemaligen Deutsche-Bank-Co-Chefs Anshu Jain mit rechtlichen Schritten und verlangt eine Korrektur der Vorwürfe. Die Behörde habe die Unwahrheit über ihn verbreitet und damit seinem Ruf geschadet, heißt es in dem Brief, über den Bloomberg zuerst berichtet hatte und der dem Handelsblatt vorliegt.

„Die im Bafin-Schreiben gezogenen Schlussfolgerungen bzgl. Alan Cloete sind nicht nur rein spekulativ und falsch, sie sind (...) auch rechtswidrig“, heißt es in der Stellungnahme. Cloete habe weder Anweisungen gegeben, Libor zu manipulieren, noch habe er von den Tricksereien gewusst.

Weder die Deutsche Bank, noch die Bafin oder Cloete selbst wollten den Brief kommentieren. In dem inklusive Anhängen 162 Seiten langen Schreiben beschweren sich Cloetes Anwälte auch darüber, dass die Bafin ihren Mandanten über einen Teil ihrer Anschuldigungen nicht vorab informiert habe.

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„Wir haben einen hohen Preis bezahlt“

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